Was ist eigentlich das Bedingungslose Grundeinkommen?
Schon 1516 hatte Thomas More in seinem Buch „Utopia“ die Idee eines Grundeinkommens.
Er vertrat die Meinung, dass Kriminelle ein Grundeinkommen bekommen sollten,
damit sie nicht mehr stehlen. Denn laut More täten sie das, weil sie sonst
nicht an Geld kommen, um ihre Grundversorgung abzudecken. Allerdings hatte er nicht
die Idee dieses Grundeinkommen bedingungslos zu machen, sondern die Empfänger sollten
aus seiner Sicht einer streng verpflichtenden Arbeit nachgehen. (Utopia)
Mit der Zeit wurde diese Idee immer mehr verfeinert und so kam 1848
Joseph Charlier zu der Idee eines regelmäßig ausgezahlten Grundeinkommens, das
nicht an Bedingungen geknüpft sein sollte. Charlier wollte eine vierteljährige
Auszahlung, mit der die lebenswichtigen Bedürfnisse der Gesellschaft abgesichert
werden sollten. Allerdings hatte auch er schon gesagt, dass alles über dem
ausgezahlten Minimum selbst verdient werden solle.
Um 1950 sprach sich auch der deutsch-amerikanische Philosoph Erich Fromm
für das BGE aus, da er wollte das die Bevölkerung die Möglichkeit hat, Arbeit
ablehnen zu können, ohne Angst zu haben vor Arbeitslosig- oder Obdachlosigkeit.
Rund 20 Jahre fand in Kanada eine Studie namens Mincome statt. 4 Jahre
lang bekamen rund 1.000 Familien je nach Einkommen und Größe der Familie ein Grundeinkommen.
Nach 2 Durchgängen wurde die Studie wieder abgebrochen. (Mincome)
Momentan laufen weiterhin Pilotprojekte zum Bedingungslosen Grundeinkommen,
wie beispielweise in Finnland. Dort werden seit diesem Jahr für 2 Jahre jeden
Monat 560€ an 2.000 Testpersonen gezahlt. Die Testpersonen bezogen vorher Arbeitslosenunterstützung.
Das Grundeinkommen soll die Sozialleistung ersetzen und einen Anreiz zur
Jobsuche geben. (Finnland)
„Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein fester Geldbetrag, den jeder
Bürger gleichermaßen vom Staat erhält und das jeden Monat. Es handelt sich um
ein Konzept zur Sicherung des Existenzminimums.“ (BGE)
Quellen:
http://basicincome.org/basic-income/history/