Donnerstag, 2. November 2017

Ökonomisches Denken und Handeln Blog 2

Ökonomisches Denken und Handeln Blog 2

In meinem ersten Blog bin ich schon etwas auf die Unterschiede des Ökonomischen Denkens und Handles, im betriebswirtschaftlichen und privatwirtschaftlichen Sinn, im rationalen und irrationalen Sinn, eingegangen. Genau an diesem Punkt möchte ich auch in diesem Blog wieder ansetzten und schauen, ob eine reine rationale Sichtweise im wirtschaftlichen Sinn wirklich nützlich und nachhaltig ist.

Eine rein rationale Entscheidung kann in Einzelsituationen sehr wichtig sein, sowohl in Betrieben, als auch in privaten Haushalten, um eine klare Linie zu fahren und das Fundament des weiterwirtschaften aufrecht zu erhalten. Der emotionale Faktor wird hierbei außenvor gelassen und die Fakten und Zahlen treten in den Vordergrund und bilden die Grundlage zur Entscheidungswahl.
„Das Erkenntnisobjekt der Betriebswirtschaftslehre ist das Entscheiden über knappe Güter in Betrieben.“ (Balderjahn, 2016, S. 6)
„In der Literatur werden zur Abgrenzung des betriebswirtschaftlichen Erkenntnisobjektes neben dem Kriterium der Güterknappheit die Gewinnmaximierung und die Kombination der Produktionsfaktoren als Abgrenzungskriterium genannt.“ (Schweitzer, 2009a, S. 50f)
„Gegen die langfristige Gewinnmaximierung als Abgrenzungskriterium ist einzuwenden, dass Betriebe neben dem Gewinnstreben noch zahlreiche andere Ziele verfolgen (z.B. Marktanteilsziele).“ (Balderjahn, 2016, S. 6)

Neben den erwähnten Zielen der Erhöhung des Marktanteils und der Gewinnmaximierung, gibt es für mich ein weiteres sehr wichtiges Ziel was ich erwähnen möchte, was in vielen Betrieben und privaten Haushalten vernachlässig oder sogar missachtet wird und zwar die Nachhaltigkeit der Handlungen und Entscheidungen, sowohl in der Produktion, als auch im Verbrauch.
So spielen für mich neben den Effizienzfaktoren wie, Gewinnmaximierung, Erhöhung des Marktanteils und Befriedigung von untergeordneten Bedürfnissen, Faktoren wie nachhaltiger Einsatz von natürlichen Ressourcen, umweltentlastende Produktionsmethoden und Rücksichtnahme von ökologischen und sozialen Zielen der Gesellschaft, eine viel essentiellere Rolle….


D. Goldmann

Quellen:




Ingo Balderjahn, Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, 2016

Ingo Balderjahn, Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, 2013



Links:



Mittwoch, 1. November 2017

Bedürfnis und Nachfrage


Bedürfnis und Nachfrage

In meinem zweiten Blog möchte ich mich mit den 2 Begriffen Bedürfnis und Nachfrage beschäftigen. Warum diese 2 Begriffe? Weil ich beide Wörter selbst genauer verstehen und gleichzeitig für euch näher erläutern wollte. Außerdem bin ich schon in meinem ersten Blog über das Wort "Bedürfnis" gestolpert und wollte da anschließen.
Was sind Bedürfnisse? Beschrieben wird ein Bedürfnis, als ein Gefühl des Mangels und der Wunsch, diesen zu beseitigen. Diesbezüglich werden die Bedürfnisse in 5 Stufen eingeteilt, dies geschieht mit der Bedürfnispyramide nach Maslow (Klicke für Pyramide).
Der Psychologe Abraham Maslow beobachtete gesunde, erfolgreiche und glückliche Menschen, daraufhin erkannte er, dass man die Bedürfnisse der Menschen in Schichten einteilen kann.
Sobald ein Mensch die Bedürfnisse einer Stufe genügend gestillt hat, versucht er die nächst höhere Stufe bzw. höhere Bedürfnisse zu befriedigen. Somit wird klar, dass die Menschen indem sie ihre Bedürfnisse stillen, die Nachfragen nach Produkten erhöhen und diesen Vorgang beobachten die Unternehmen. Nachfrage stellt den Wunsch von Käufer oder Kunden dar, die bestimmte Waren oder Dienstleitungen erhalten wollen.
Die Unternehmen handeln nach den Nachfragen d.h. sobald die Nachfrage für ein Produkt sinkt, wird die Produktion zwar nicht ganz eingestellt aber sie wird verringert und genau das gleiche passiert mit Produkten die öfter gefragt sind, nur dass dann die Produktion angeheizt wird.
Dazu fand ich im Internet einen interessanten Artikel über das Unternehmen Canon (Klicke für Artikel). Ich kannte Canon hauptsächlich wegen den Kameras die relativ weit verbreitet sind, doch in diesem Artikel wird angesprochen, dass Canon sich nun breiter aufstellen will, um mehr Gewinn aus den Nachfragen zu erwirtschaften. Canon will ab dem Jahre 2018 auch mit Überwachungskameras Gewinn erzielen, mit denen viele Menschen ihre Sicherheitsbedürfnisse stillen wollen.
In meinem nächsten Blog werde ich mich weiter mit dem Thema Bedürfnis beschäftigen und dazu werde ich versuchen die Fragen „Was und wie viel brauchen wir wirklich um glücklich zu sein?“ und „Welche Bedürfnisse sind den Menschen am wichtigsten?“  zu beantworten.

Quellen:

Balderjahn, I./Specht, G.: Einführung in die BWL, 7. Auflage, Stuttgart, Schäffer-Poeschel Verlag 2016

Mit "30" noch bei Mutti


Für den Einen ist diese Aussage normal und für den Anderen total unverständlich. Woran liegt es, dass wir in der heutigen Zeit immer mehr Menschen haben, die solange im Elternhaus leben. Aus vielen Erzählungen hört man doch nur, dass unsere Eltern früher schon mit 18 vielleicht 20 ausgezogen sind und das meistens mit einer Ausbildung in Petto oder sogar schon mit einem Abschluss. Lag es dabei nur an der Miete, die bezahlbar war oder an den vielen Sozialwohnungen die in unserem Sozialstaat zu finden waren. Ja meine Betonung liegt auf dem Wort "waren", denn kurz vor der Wiedervereinigung gab es alleine in Westdeutschland noch knapp 4 Millionen Sozialwohnungen. 2016 waren es dann nur noch 1,3 Millionen in der gesamten Bundesrepublik.  
Alan Harper aus Two and a Half Man hatte bei einer Sicherheitsfrage, die Frage welcher Staat sein liebster sei. Seine Antwort war: „Der Sozialstaat“. Aber ist unser Sozialstaat wirklich so toll? Hilft er wirklich allen Sozial bedürftigen?
Dazu habe ich einen interessanten Artikel im Spiegel Online gelesen. Im April 2017 gab es 590.285 Haushalte die über der Staatlichen Obergrenze lagen und denen nun die Zahlungen vom Staat gekürzt werden. Dabei gibt es so viele sozial schwache Leute wie z.B. Hartz IV Empfänger, aber auch uns Studenten. Jeder ist in seiner Situation auf die Hilfe des Staates angewiesen. Natürlich kommen viele negative Stimmen zum Thema Hartz IV, aber ich möchte mich dort in ersten Linie auf die Leute beziehen, die durch unglückliche Schicksalsschläge in diese Situation gezwungen worden sind. Wie oben schon beschrieben wird nun vielen Hilfsbedürftigen das Geld für Mieten gekürzt, da sie in diesem Jahr über der Obergrenze liegen. Der Staat gab ihnen die Option, sich eine neue Wohnung zusuchen, was doch aber fast unmöglich ist. Es gibt doch kaum noch sozialen Wohnraum, wo die Miete dem Verhältnis angemessen ist. Mitschuld hat der Immobilienboom in unserem Land. Jetzt stehen nun 590.285 Wohnräume über der Obergrenze und alle sollen sich einen neuen Wohnraum suchen. Dazu kommen noch weitere Studenten und neue Flüchtlinge die den Markt vergrößern.
Ist die Obergrenze vielleicht zu niedrig angesetzt? Mit der Obergrenze wird doch schon vermieden, dass Familien in Wohnungen einziehen können mit mehr als 80 Quadratmeter, doch selbst die kleinsten Wohnungen sind doch nicht mehr bezahlbar für den sozial schwachen Bürger und daher auch nicht vom Staat. Wir reden hier von über 17-18 Mrd. Sozialhilfen. 
Auch ein Student würde gerne endlich ausziehen, wir gehen auf Wohnungssuche und kriegen mehr Absagen als überhaupt Einladungen. Oftmals sind die Gründe nachvollziehbar, oftmals auch nicht. Aber selbst die kleinsten Zimmerchen sind so Teuer wie 100x Essen in der Mensa. Und wo ist die Hilfe vom Staat? Da füllen wir 10 Seiten für einen Wohnberechtigungsschein aus damit wir eine Chance auf eine Sozialwohnung haben und was passiert nichts. Auch BAföG bekommt nicht jeder. Wer kann schon mal eben die Kaution am Stück bezahlen? 
Für mich sind es mehrere Faktoren die dafür sorgen, dass immer mehr Leute noch zu Hause wohnen. Zum Einen lässt unser Sozialstaat es zu, dass die Immobilien immer teurer werden und schaffen keine Wohnräume mehr für sozial schwache Leute. Zum Anderen gibt es aber auch immer mehr sozial schwache Leute in unserem Land und genau da sollte das Land dran arbeiten. Ihnen mehr Möglichkeiten bieten ihre Situation in 3-5 Jahren zu verbessern. Der Markt wird weiterhin überkochen und der Staat versucht genau in der Situation an Geld zusparen.




Internetquellen:









 

Ökonomisches Denken und Handeln (Mini und Maximalprinzip sowie Angebot und Nachfrage)

Einführung zum Thema
ökonomisches Denken und Handeln

Das Thema Ökonomisches Denken und Handeln befasst sich nach meiner Meinung nach mit zwei Hauptthemen dem Minimal und dem Maximalprinzip. Das ökonomische Prinzip wird auch manchmal als Witschaftlichkeitsprinzip oder ein Rationalprinzip bezeichnet. In diesem Blogeintrag, möchte ich Ihnen einen ersten kurzen Einblick zu diesem zwei verschiedenen Prinzipien geben und dann noch etwas zu der Angebot und Nachfrage für das ökonomische Denken und Handeln erzählen.

Bei dem Minimalprinzip dreht es sich darum das man mit den geringsten Mitteln ein vorgegebenes Ziel erreicht. Ein Beispiel dafür wäre das man mit einem Auto eine Strecke zurück legen möchte und der Sprit verbrauch möglichst gering ist.
Bei den Maximalprinz ist es genau umgekehrt. Hier möchte man mit dem bereits gegebenen Mitteln einen möglichst hohen Nutzen erzielen. Sprich, mit ein festen Sprit verbrauch möchte ich so weit kommen wie nur möglich.

Bei der Produktion von Gütern, als auch der zur Verfügung gestellten verschiedenen Dienstleistungen ist es wichtig das Verlust, Verschwendung von Geld oder Zeit so gering wie möglich gehalten werden.

Jetzt möchte ich ihnen noch etwas zu ökonomischen Denken und Handeln erzählen im Bereich der Angebote und Nachfrage. Der Markt besteht ja Hauptsächlich nur aus Angeboten und Nachfragen, sprich ohne einen Käufer (Nachfrage) oder ein Verkäufer (Angebot) würde es kein Markt geben da es nicht zu einem Handel kommen würde. Der Preis entsteht, wenn Verkäufer und Käufer einen Austausch/Vertrag über ein Gut (z.b Produkt) abschließen. Dabei möchten beide Parteien der Käufer sowie als auch der Verkäufer einen Gewinn erzielen der möglichst hoch ist. Der Verkäufer möchte seine Ware für möglich viel verkaufen und der Käufer möchte für seine Ware möglichst wenig ausgeben. Je höher hierbei die Nachfrage eines bestimmten Produktes ist, desto höher sind die Preise des entsprechenden Produktes.

Kannst du dich vom Ankereffekt lösen?

Wie lautet deine Telefonnummer?
Nein, ich möchte natürlich nicht wissen, wie deine Telefonnummer lautet. Es ist nur ein Teil eines kleines Experiments, was ich mit dir durchführe. Schreib dir die letzten 3 Zahlen deiner Nummer auf, addiere sie mit 400 und notiere dir das Ergebnis.
Anschließend will ich von dir wissen, wann Attila, der Hunnenkönig besiegt wurde. Ich hoffe du weißt es nicht genau, sondern gibst eine Schätzung ab und notierst sie ebenfalls auf einen Zettel, da wir das für unsere Auswertung des Quiz benötigen. Dieses Experiment wurde übrigens mit mehreren hundert Teilnehmern durchgespielt. ¹
Fertig? 
Dann geht es jetzt weiter. 
Lagen die drei Ziffern der Telefonnummer plus die 400 zwischen 400 und 599, dann lautet die durchschnittliche Schätzung für Attilas Niederlage 629 nach Christus. 
²
Die Übersicht zeigt weitere Ziffern plus 400 und ihre durchschnittlichen Schätzungen.
Es wird deutlich, dass je höher die Zahl aus den letzten 3 Ziffern plus 400 ist, desto höher ist die durchschnittliche Schätzung für den Zeitraum, wann Attila seine entscheidende Niederlage einstecken musste.
Was hat nun die Telefonnummer mit der Schätzung einer historischen Jahreszahl zu tun? 
"Sobald ihre Intuition eine Zahl erfasst, irgendeine Zahl- bleibt diese Zahl als [Anker] kleben..." ³ Das ist der sogenannte Ankereffekt. 
"Ankereffekt (engl. anchoring effect) ist ein Begriff aus der Kognitionspsychologie für die Tatsache, dass Menschen bei bewusst gewählten Zahlenwerten von momentan vorhandenen Umgebungsinformationen beeinflusst werden, ohne dass ihnen dieser Einfluss bewusst wird."⁴
Du wunderst dich vielleicht, was das nun mit Wirtschaft zu tun hat.
Zum Beispiel bei der Börse. Hier geht es jeden Tag um Zahlen und Vergleiche. Also findet man auch hier den Ankereffekt. Vor allem Analysten, deren Aufgabe es ist Kursziele für Aktien zu nennen, unterliegen ihm immer wieder. ⁵
Ein Ähnlicher Experiment wurde auch mit Immobilienmaklern durchgeführt. Dabei wurde ein und die selbe Immobilie zum Verkauf angeboten, jedoch mit zwei unterschiedlich hohen Preisvorstellungen von dem Verkäuferr. Es stellte sich heraus, dass nicht nur der vom Immobilienmakler geschätzte Wert der Immobilie höher ist, wenn die Preisvorstellung des Verkäufers höher ist, sondern sogar auch der am Ende erzielte Verkaufspreis bzw. das erhaltene höhste Gebot eines Käufers. 

Vielleicht schont man mit diesem Wissen die eigene Urlaubskasse beim nächsten Urlaub, wenn es um das Handeln auf einem Markt geht. 

Hast du eigentlich deine Zahlen mit deiner Schätzung verglichen und hast du dich in der Tabelle wiedergefunden? Über ein Kommentar zu deinem Ergebnis würde ich mich freuen. 

Eine Sache noch, Attilas historische Niederlage war 451 nach Christus⁷ 😃

Quellen
1,3 Zweig, Jason (2007): Gier, Neuroökonomie- Wie wir ticken, wenn es ums Geld geht. Carl Hanser Verlag, München  S. 13 ff.
2,5,7 Levernmann, Susan (2014): Der entspannte Weg zum Reichtum. DTV, München S.119 ff.
4 https://de.wikipedia.org/wiki/Ankereffekt
6 Montier, James (2005): " Seven Sins of Fund Managment. A behavioural critique". DrKW Macro Research, Equtiy Strategy, Global, November 2005
Was ist ökonomisches Denken und Handeln?


In der ersten Sitzung haben wir uns mit der Fragestellung „Was ist ökonomisches Denken und Handeln“ auseinandergesetzt.

Ich definiere es wie folgt: der wirtschaftende möchte immer das Beste rausholen zum eigenen Profit: ist er Kunde will er den niedrigsten Preis, ist er Unternehmer will er den größten Gewinn und ist er Arbeitnehmer, dann will er das beste Gehalt. Das heißt er verbringt seine Zeit damit, Handlungsmöglichkeiten, Preise und Produkte zu vergleichen und entscheidet sich immer für Möglichkeit von denen der den größten Nutzen erzielt.


Nun stellt sich eine wichtige Frage: Welche Konsequenzen folgen aus dem ökonomischen Denken und Handeln? 
Liebe Leserinnen und Leser,

Ich befasse mich bei meinem ersten Blog Eintrag mit der Frage: “Was bedeutet für mich Ökonomisches Denken und Handeln?“.

Jeder Wirtschaftsmensch handelt bewusst oder unbewusst nach dem ökonomischen Prinzip, welches sich gleichzeitig in zwei Kategorien aufteilt. Dies ist zum einen das Minimalprinzip, welches definiert ist mit einem geringen Aufwand das gesetzte Ziel zu erzielen, anderseits mit den verfügbaren Mitteln maximale Erfolge zu erreichen. Das Geld spielt hierbei eine sehr wichtige Rolle in unserem Leben. Wir benutzen also die Prinzipien für die verschiedensten Wünsche, wie z.B. , dass der Kunde den niedrigsten Preis erzielen möchte und der Unternehmer den höchsten Gewinn für sich generieren will. Der Unterschied hierbei ist, ob man nur auf sich selbst fixiert ist oder auch auf seine Mitmenschen und die Umwelt achtet.

Für mich zählt auch als „ ökonomisches Denken und Handeln“, dass man lieber BIO- Produkte oder Freilandeier kaufen sollte, als zu Eiern von der Bodenhaltung zu greifen. Hierbei nimmt man Rücksicht auf das Wohlergehen der Hühner und auf die Herkunft der Eier und nicht auf das Erzielen des geringsten Preises.