Mittwoch, 9. Dezember 2015

Ende der ''goldigen'' Zeiten

Nahezu jeder hat es sicherlich zu Hause. Alte Familienerbstücke aus Gold, die noch die Eltern eurer Eltern besaßen. Oft als Erinnerung an die nächste Generation vermacht, liegen sie in irgendwelchen Schmuckschatullen oder Schubfächern. Der materielle Wert steht für viele nicht im Vordergrund, dennoch müssen oder wollen manche Menschen diese Erbstücke für den höchsten Preis veräußern. Doch welcher Zeitpunkt ist dafür der beste? Ist Gold eine stabile Wertquelle oder mache ich damit sogar großen Gewinn? Einiges hierzu wird im Blogg von Roman Pussehl: ,,Gold als sichere Anlage?'' (7.12.2015) beantwortet.

Nun die Frage was hat dies alles mit meinem Blogg zu tun?
Ich stolperte in der ,,Zeit Online'' über einen interessanten Bericht über die AfD. Diese starteten im Sommer 2014 eine ihrer Meinung nach lukrative Idee. Sie erstellten einen Onlineshop in denen man Goldbarren und Goldmünzen erwerben konnte. Ihrer Meinung nach sollte damit das Kapital grade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten auch auf dauer gesichert sein. Ihrem Aufruf zur Folge kauften einige Menschen im Onlineshop ein und die AfD erwirtschaftete sich einen Umsatz von 2 Millionen Euro. Damals betrug die Feinunze Gold etwa 1.300 US-Dollar, heute sind es nur noch rund 1.070 US-Dollar. Damit erwirtschafteten die Käufer des Goldes ein Minus von 17% und das obwohl die AfD doch so dafür geworben hat, dass Gold eine sichere Anlagequelle sei.

Grund für den ganzen Handel war für die AfD, dass sie höhere staatliche Parteienzuschüsse aus Steuergeldern erhalten wollten. Diese richteten sich nach dem Umsatz der Parteien. Außeracht gelassen wird dabei komplett der Gewinn, über den auch nichts aus dem Goldhandel bekannt ist.

Nun fragt man sich hat die Partei die Konsumenten ausgenutzt? Steht die Partei nun gesünder da?
Auf die 2. Frage fällt sofort eine Antwort: Nein, denn die Schwarz-Rote Koalition möchte das Parteiengesetz abändern wodurch auf die AfD hohe Rückforderungen zukommen. Weiterhin wird gesagt, dass wenn die Partei nicht bis zum Ende dieses Jahres 2 Millionen Euro auftreibt sei sie bankrott und das obwohl Gold ihrer Meinung nach weitaus sicherer sei als der Euro.
Wer nun den Goldshop besucht und etwas kaufen möchte, wird inzwischen höflichst aufgefordert, doch lieber Geld zu spenden, als Gold zu kaufen.

Hinweis Parteiengesetz
 (https://www.afd-gold.de/ 09.12.2015, 18:20)

Die AfD hat sich verspeckuliert. Sie wollten wirtschaftliche Mittel generieren und haben sich nun selbst vor den Abgrund gestoßen. Sie haben Kunden verärgert und vllt auch getäuscht. Alles in allem ist es wohl das Ende der goldigen Zeiten.

(Weiterhin sei zu sagen, dass ich weder AfD Sympathisant bin, noch lehne ich die Partei komplett ab, dennoch sei zu sagen, dass es mir gezeigt hat, dass man sich nicht zu leicht von der Politik täuschen lassen sollte. ''Gutgemeinter'' Rat kann nach hinten losgehen oder von Anfang an so geplant worden sein. Man sollte aufpassen, was man mit seinem Geld anstellt.)


Quellen:
1.http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-12/afd-gold-shop-goldpreis-parteiengesetz-aenderung (09.12.2015, 18:20)
2.https://www.afd-gold.de/ (09.12.2015, 18:20)
3.https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2014/03/20151207-Rundmail-Spende-final.pdf (09.12.2015, 18:20) - die Rundmail für Leute die sich dafür interisieren.
4.http://www.goldreporter.de/so-teuer-ist-das-afd-gold-wirklich/gold/45957/ (09.12.2015, 18:20) - Interessanter Bericht bereits aus dem Jahr 2014.
5.http://www.geolitico.de/2015/12/08/lucke-verteidigt-goldhandel-der-afd/ (09.12.2015, 18:20) - Eine Gegenmeinung von Lucke (ehemaliger AfD Gründer)

Nullprozent- Finanzierung....Lug oder Trug?

Immer wieder steht es geschrieben :"Nullprozent- Finanzierung- nur diese Woche"....

Aber was steckt dahinter?

Ich gehe durch die Einkaufsstraßen und stöbere nach Geschenken. Plötzlich werde ich auf ein Werbeschild eines großen Elektromarktes aufmerksam.
Nur diese Woche kann man sich alles vom Handy, über den Fernseher bis zur Waschmaschine finanzieren lassen. Und das für Null Prozent!
Wow, denke ich, das ist ja sehr kundenfreundlich....Aber ist dem auch wirklich so?!.....Schließlich sollte man sich dessen bewusst sein , dass die Händler einem nichts schenken und auch die Banken nicht. Wo genau liegt jetzt also der Haken?

In der Regel wird eine Finanzierung so gehandhabt, dass ein Produkt über mehrere Monate mit einer festgesetzten Rate abbezahlt wird. Der Vorteil für den Kunden liegt hierbei darin,dass man keine großen Ausgaben auf einmal hat bzw. den Fernseher nicht auf einen Schlag bezahlen muss. Der Nachteil liegt darin, dass man lange gebunden ist, da man die Raten über mehrere Monte oder manchmal sogar Jahre zurückzahlen muss.
Hierbei ist zu bedenken, dass man diesen monatlichen "Abzug" vom Konto jeden Monat mit einkalkulieren muss.

Eine Gefahr beim Ratenkauf besteht darin, dass man sich auch ganz schnell überschulden kann, da man kauft und kauft und kauft und dabei die Rückzahlungsraten vergisst bzw. unterschätzt. Was passiert z.B. , wenn man einen Monat mal nicht soviel Lohn bekommt wie sonst?..Die Raten fragen danach nicht. Ist es hier nicht besser, lieber solange zu sparen, bis man sich den Fernseher auch wirklich leisten kann und auf einen Schlag bezahlen kann? Dann braucht man sich hierum keine Gedanken mehr machen.

Besonders interessant ist die Tatsache, dass Autohändler z.B. kaum noch eine Barzahlung "auf einen Schlag " haben wollen, da sie bei der Ratenzahlung ordentlich draufschlagen können und das Auto am Ende für den Käufer teurer wird (= Gewinn für Verkäufer).
Außerdem ist oft eine Rabattgabe "notwendig", wenn der Käufer das Auto komplett bar bezahlt und dies wollen die Verkäufer ja eben vermeiden.



-http://www.fr-online.de/geldanlage/wann-sie-die-finger-vom-ratenkauf-lassen-sollten-sote,1473054,32726610.html

-http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article132937770/Wenn-die-Null-Prozent-Finanzierung-zur-Falle-wird.html



Was brauchen wir wirklich um glücklich zu sein?

Was brauchen wir wirklich um glücklich zu sein?


Hier geht es um einen „Aussteiger“, der  mit nur wenigen  Konsumgütern auskommt und ein zufriedenes Leben führt. Nun stellt sich für mich die Frage: was brauchen wir wirklich? Brauchen wir alle Güter, die uns auf dem Markt angeboten werden, um glücklich zu sein? Was ist wirklich wichtig und was macht uns zufrieden?

Gerade jetzt vor Weihnachten, wo die Werbetrommel extrem gerührt wird, lässt sich ein breites Sortiment in jeglichen Warengruppen erkennen. 
Aber brauchen wir das alles? Machen wir vielleicht noch Schulden, um das neue Tablet oder das neue schönere und schnellere Auto zu bekommen? Muss es eine unbedingt eine Uhr von der Luxusmarke sein oder genügt auch eine billigere? Beiden zeigen schließlich dieselbe Zeit an....

In der heutigen Gesellschaft geht der Trend dahin, immer mehr haben zu wollen. Aber ist es nicht sinnvoller darüber nachzudenken, ob man gewisse Sachen überhaupt braucht? Wie oft wird  z.B. ein Snowboard im Jahr benutzt? Ist es hier nicht sinnvoller, sich eins auszuleihen?!..


Diese und viele weitere Überlegungen  bedarf es bei der Frage nach der Notwendigkeit und des Stellenwertes eines Produktes bei jedem Einzelnen.

Die Frage nach der Notwendigkeit lässt sich auch nicht pauschal beantworten, da beachtet werden muss, dass jede Einzelperson andere Ansichten und Bedürfnisse hat und Güter mit unterschiedlicher "Intensität" betrachtet werden. Für die Einen z.B. ist ein Auto ein Gebrauchsgegenstand, um von A nach B zu kommen. Für die Anderen jedoch, ist es ein "Prestigeobjekt" und muss schneller, schöner und teurer als die Autos von Freunden sein..

Auch ist es heutzutage z.B.selbstverständlich ein Smartphone, Tablet usw. zu haben.... Stellt sich hier nicht auch die Frage nach der Notwendigkeit so vieler technischer Geräte?... Ein Handy zu besitzen ist einerseits sicher schon notwendig, aber dazu noch ein Tablet, Laptop usw. auch?.... Wie wichtig sind diese Sachen in unserem Alltag schon geworden? Ist diese Technisierung von Vorteil und positiv? Gibt es auch hier Kritikpunkte?... Mit all diesen Fragen sollte man sich in jeglichen Bereichen viel öfter auseinander setzen, um zu erkennen, was wirklich wichtig und notwendig ist....


-http://www.huffingtonpost.de/2015/12/08/er-lebt-seit-36-jahren-im-wald-wir-haben-deutschlands-krassesten-aussteiger-getroffen_n_8748208.html?utm_hp_ref=germany
http://www.format.at/wirtschaft/business/ueberdruss-ueberfluss-377280
-https://books.google.de/books?id=A71UBExCipAC&pg=PA27&lpg=PA27&dq=auto+notwendig+oder+prestige+objekt&source=bl&ots=nuWcKvUEzY&sig=np8f6C85bIBL_iKEyhztuhDPsFE&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwio-p6j6M7JAhUHVywKHVzJCdsQ6AEINTAE#v=onepage&q=auto%20notwendig%20oder%20prestige%20objekt&f=false

Lohnt es sich, sein Haus mit Heizöl zu wärmen?


Melanie Schachschneider, 1. Blog

Kaufen, stornieren, kaufen! 
Bei dem ökonomischen Denken und Handeln vergleicht man Handlungsmöglichkeiten, Preise und Produkte und entscheidet sich immer für die Alternative, die den größten Nutzen verspricht.

Die Motive für wirtschaftliches Handeln sind die Bedürfnisbefriedigung der Gesellschaft mittels Güter. Zu den Grundbedürfnissen gehört das Wohnen und somit auch die Heizung.

Lohnt es sich, sein Haus mit Heizöl zu wärmen?

Wer sein Haus in diesem Winter mit Heizöl wärmt, kann viel Geld sparen. Die Preise für Heizöl sind sehr niedrig, da ein Überangebot an Erdöl auf den Weltmärkten herrscht.

Die Verbraucher haben seit dem Beschluss des Bundesgerichtshof im Sommer 2015 das Recht, die bestellte Lieferung 14 Tage lang zu stornieren (es herrschen die gleichen Regelungen, wie beim Kleiderkauf). Vorraussetzung dafür ist, dass das Heizöl noch nicht im Tank ist. 

Dadurch können die Verbraucher das Heizöl zu einem niedrigeren Preis kaufen.
Die Händler sind die Verlierer, da sie für das Heizöl schon höhere Preise bezahlt haben und über genug Lagerkapazität verfügen müssen. Diese neuen Regelungen treiben manche Händler (besonders kleinere Familienbetriebe) in den Ruin. Dazu kommt, dass regenerative Energien durch staatliche Zuschüsse und ein gutes Umweltgewissen eine große Konkurrenz darstellen.

Momentan lohnt sich das Heizen mit Heizöl, aber in Zukunft lohnt sich der Wechsel zu regenerativen Energien im Hinblick auf die Nachhaltigkeit.


Der Spiegel 34/ 2015

Focus 44/2015


Dienstag, 8. Dezember 2015

Wirtschaftliches Potenzial von E-Sport am Beispiel von Dota 2 - Preisgeld

Dota 2? Bedeutet Defense of the Ancient, d.h. Zwei Teams 5vs5 treten auf einer (immer der gleichen) Karte gegeneinander an und welches Team als erstes den gegnerischen Ancient (Hauptgebäude) zerstört hat gewonnen. Gespickt ist dieses Spiel mit allerhand taktischer Rafinesse und vor allem Teamplay.
Warum dieses Spiel? Anfang August 2015 fand ein Turnier in diesem Spiel statt, „The International 2015“, inoffiziell auch die Dota 2-Weltmeisterschaft. Das Preisgeld im gesamten Turnier betrug sage und schreibe rund 18.400.000 $ (achtzehnmillionenvierhundertausend). Für das Siegerteam gab es 6.600.000 $ und für den zweitplatzierten immerhin noch 2.800.000 $. Das ist nur ein Beispiel, wenngleich auch das Beste, weshalb E-Sport Clubs, Turniere oder ganze Konzerne extrem viel Geld in dieses Business investieren.
Dota 2, CounterStrike: Global Offensive, League of Legends, StarCraft 2 und Hearthstone, um nur einige starke Zugpferde dieser Szene zu nennen, sind rein wirtschaftlich gesehen Goldesel für Unternehmen wie Riot Games, Valve, Blizzard.
Bei Dota 2 sind es derzeit etwa 42.000.000 Spieler weltweit, wobei an normalen Tagen mittlerweile meist 1.000.000 Spieler gleichzeitg online sind. 42 Mio. Einheiten eines Spiel verkauft? Nein, es ist Free to Play – man muss nicht einen einzigen Cent bezahlen. Das einzige wofür man zahlen kann(!) sind kosmetische Items und Turniertickets. Das Interessante an den Turniertickets ist die damit einhergehende Finanzierung der Turniere.
Am Beispiel von „The International 2015“ (oben genannt) hat das Unternehmen Valve, der Entwickler des Spiels und der Verkaufsplattform „Steam“, einen Grundpreispool von 1.600.000$ selber gesponsort und ein sogenanntes Compendium herausgebracht, welches im Spiel zu erwerben war für 9,99$(normal) oder 26,99$(premium). Das Compendium beinhaltete die Rechte das Turnier live im Stream anzusehen, zu streamen, einige kosmetische Items, die natürlich exklusiv waren und Minispiele. Um auf 18Mio. zu kommen müssen es sich einige Spieler gekauft haben, doch der Haken an der Sache ist, dass Valve nur 25% der Erlöse in das Preisgeld hat fließen lassen, die anderen 75% ~ 50.400.000$ gingen an das Unternehmen. Bereits im Jahr 2014 wurde der Preispool so „künstlich“, bzw freiwillig von der Spielerschaft angehoben und ein großer Gewinn für das Unternehmen selbst erwirtschaftet. Die Spieler/Teams gehen auch nicht leer aus, denn die meisten sind festangestellt im Club und beziehen ein festes Jahresgehalt und die Preisgelder anteilig. Beispielsweise Profispieler beziehen bis zu 300.000$ Jahresgehalt.


(Als Anmerkung zum Bild: International 2014 hatte 20.000.000 Zuschauer und die League of Legends WM 2013 32.000.000 Zuschauer weltweit)


Zusammenfassend ist nur annähernd zu verstehen, welches riesige Potenzial diese Unterhaltungssparte noch hat. Die weltweiten Anstiege der Zuschauerzahlen lassen das erahnen, wenn die Zuschauerzahl 2015 weltweit um 6%, im Vergleich zu 2014, auf 147 Millionen gestiegen ist.


Línks:

#Sponsoring #Werbung

Juliane N.


Die Beautyblogger und Vlogger sind zurzeit in aller Augen und Munde. Da werden vornehmlich den weiblichen Zuschauern die neuesten Produkte zum Schminken vorgestellt oder in Tutorials die schönsten AMU's (Augen-Make-ups) gezeigt und erklärt. Dabei werden meist die einzelnen Tuben und Tiegelchen in die Kamera gehalten und es wird genau beschrieben, welche Firma und Farbe man dort vor sich hat. Manche der jungen Damen haben ganze Zimmer voll mit Kosmetikprodukten und es werden jede Woche mehr. Doch wie finanzieren sie sich solch ein Aufgebot an Lipgloss, Pudern und Cremes? Auffällig ist es, dass die Bloggerinnen gleich eine ganze Produktlinie mit 15 Lippenstiften in den Händen halten und sich die nächsten Minuten alles darum drehen wird. Man weiß, dass die Kosmetikfirmen „Testpakete“ zuschicken und nach Ausstrahlung das teilweise noch zusätzlich vergüten. Doch nirgends wird da etwas gekennzeichnet. Fängt hier nicht die Schleichwerbung an? Oder muss das nicht in dem Beiträg gekennzeichnet werden?

„Die[se] Art von Werbung kann ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht sein“, sagt Sascha Pakroo, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt für Internet- und Wettbewerbsrecht aus Augsburg. Konkurrenten könnten dagegen vorgehen – gegen die Mädchen, aber auch gegen die Firmen. „Da die Produkte offenbar gezielt verschickt werden, um damit zu werben, könnte das durchaus als wettbewerbswidrige Handlung gewertet werden - daher sehe ich gute Chancen  für einen Unterlassungsanspruch“, so Pakroo.1

Man spricht in Deutschland vom sogenannten Product Placement, wenn die Waren kostenlos breitgestellt werden, die einen bedeutenden Wert haben. Und da sind Firmen und Blogger gesetzlich schnell aus dem Schneider, denn: es ist nicht kennzeichnungspflichtig, wenn die Schminkprodukte einen geringeren Wert als 1000 € haben. Was nur wichtig ist; die Beautyblogger dürfen sich durch die zur Verfügung gestellten Waren nicht in ihrer Meinung beeinflussen lassen. Ist die Bloggerin z.B. zur positiven Berichterstattung verpflichtet, stellt dies wieder eine illegale Schleichwerbung dar.2
Ergo; jeder darf für alles werben und Geld verdienen, aber es ist nicht kennzeichnungspflichtig, solange die Blogger #real bleiben... Was denkt ihr dazu? Sollte man die Gesetzeslage verschärfen? Oder die Konsumententäuschung weiterhin in Kauf nehmen?



Montag, 7. Dezember 2015

Gold als sicher Anlange?


www.reisebank.de/typo3temp/pics/6a85707dd0.jpg(5-12-15)
Seit Menschengedenken strahl Gold den Mythos von Werterhalt, Reichtum und Macht aus. Für viele Menschen sind Edelmetalle wie zum Beispiel Palladium, Rhodium, Silber und vor allem Gold eine handfeste Investition und ein altbewährtes Mittel der Werterhaltung. Denn Gold wurde schon seit Jahrtausenden als Zahlungsmittel anerkannt und wird es auch für immer bleiben. 
Viele Anleger sehen gerade in Gold den ultimativen Vermögensschutz und das gerade in Zeiten, in denen Papiergeldwährungen es nicht vermögen Vertrauen zuschenken. Trotz seiner stets hohen Kursschwankungen, ist und bleibt die Anlage in Gold für die meisten Menschen ein sicherer Hafen.
Doch wie sicher dieser Hafen genau ist, kann kein Experte dieser Welt wirklich sagen. Ein großer Vorteil des gelben Edelmetalls liegt darin, dass man als Privatperson das Gold umsatzsteuerfrei erwerben kann und ebenso ohne steuerliche Abzüge auch wieder verkaufen kann. Vorausgesetzt man hat das Edelmetall länger als ein Jahr im persönlichen Besitz. Wenn beispielsweise ein Goldbesitzer eine Feinunze (31,1 Gramm) Feingold (Reinheitsgrad von 999 Promille oder 24 Karat) im April 2003 für 298,85 €1 kaufte und im Oktober 2012 für 1388,62 € verkaufte, machte er einen stolzen Gewinn von 1089,77 €2. Diesen Gewinn musste der Verkäufer in seiner Steuererklärung nicht erwähnen. 
Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Neben den zahlreichen Vorteilen, gibt es auch beim Gold 
Aspekte, welche den Erwerb von Gold in Frage stellen. Seit den letzten vier Jahren verbucht der Goldpreis ein chronischen Wertverlust. Dieser Verlust ist angesichts der vielen gegenwärtigen Turbulenzen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene sehr ungewöhnlich. Denn normalerweise steigt der Wert des Goldes gerade in turbulenten Zeiten. Die Staatsschuldenkrise in Griechenland, der Krieg in Osteuropa, die drastisch eingebrochenen Börsen in China, Länder die vermehrt in den letzten Jahren Gold einkaufen statt verkaufen und der steigende Wohlstand in den Schwellenländern und die damit verbundene höhere Nachfrage nach Gold, waren in den letzten Jahren eideutige Indizien, welche den Goldwert trendgemäß in die Höhe hätten treiben müssen. Doch dieser Aufwärtstrend blieb aus und verunsichert somit viele Anleger. Eindeutige Erklärungen dieses ungewöhnliches Trends gibt es nicht, lediglich Spekulationen. Oftmals werden Großbanken verantwortlich gemacht. Die, so heißt es, den Preis mehr oder weniger nach Belieben beeinflussen bzw. manipulieren können. Auch der amerikanische Dollar beeinflusst den Wert des Goldes enorm, da dieser am Goldpreis gekoppelt ist. Dementsprechend lässt ein starker USD den Goldpreis fallen und ein schwacher USD führt zur Wertsteigerung des gelben Edelmetalls. Der Goldpreis liegt zur Zeit bei ungefähr 1000€ pro Feinunze und ist somit relativ teuer. In den nächsten Jahren könnte der Goldpreis noch weiter in den Kellen fallen, er könnte sich aber auch verdoppeln. Wer Gold nun rein spekulativ kauft um lediglich sein Einsatz zu verdoppeln oder zu verdreifachen, geht auf sehr dünnem Eis. Denn kein Experte auf dieser Welt kann vorhersagen, wie sich die Entwicklung des Goldpreises in den nächsten Jahren entwicklen wird. Selbst allgegenwärtige Krisen scheinen keinen besonderen Einfluss mehr auf die Entwicklung des Goldpreises zu haben. Letztendlich ist eine Geldanlage in Gold eine Glaubensfrage, die jeder für sich persönlich entscheiden muss.
https://de.wikipedia.org/wiki/Goldpreis(6-12-15)