Donnerstag, 27. November 2014

In jedem von uns steckt ein Ökonom



Nicht die kaltherzigen Rechenmaschinen, nur an Geld und Profit denkende Eigennutzmaximierer, jedoch behaupten wir, jeder Mensch ist ein Ökonom, der nahezu immer ökonomisch denkt, auch wenn uns das nicht oft, eher sehr selten selbst bewusst ist.

Unser aller täglicher Lebensweg ist mit Entscheidungen gepflastert. Es gibt große und kleine, leichte und schwere Entscheidungen, die wir treffen müssen. Wir können es nicht vermeiden Entscheidungen zu treffen, da es immer dieses Spannungsverhältnis zwischen unbegrenzten menschlichen Bedürfnissen und uns nur begrenzt zur Verfügung stehenden Mitteln/ Gütern/ Zeit geben wird. Auch jede Entscheidung, die wir aufschieben oder nicht treffen, ist eine Entscheidung (nämlich die Entscheidung, alles beim Alten zu belassen.) Auch deshalb treffen wir Entscheidungen, um im Leben voran zu kommen und nicht dem Stillstand zu verfallen.
Georg Bernard Shaw sagte einmal: „Ökonomie bedeutet, das Beste aus dem Leben zu machen“. Und das leuchtet ein, wenn man bedenkt, dass wir Entscheidungen treffen, deren Inhalt es ist, das Beste aus unserem Leben zu machen.
Wir müssen aus der Fülle der Alternativen, Optionen und Angeboten eine Wahl treffen, die uns genau dabei hilft, aus unserem Leben das Beste zu machen. Wir wägen ab, kalkulieren und am Ende dieses Prozesses steht eine (hoffentlich) nutzmehrende Entscheidung. & genau das ist es, um es in der Ökonomie letztendlich geht, die Maximierung von Nutzen (- eben das Beste aus dem Leben zu machen.)
Das unbewusste Nutzendenken beeinflusst uns, unser Unileben und unser Arbeitsleben, genauso wie unser Privatleben. Als Maßstab für den Nutzen (-das Beste aus dem Leben zu machen) dient uns hierbei oft das „Geld“. Das wir uns auf diese Maßeinheit für den Nutzen geeinigt haben, liegt daran, dass es uns den Vergleich von Nutzensituationen erleichtert. Dabei ist das Geld aber nur ein Weg den Nutzen zu messen, nicht jedoch eine Zielgröße.
Wenn wir als Studenten dann endlich mal zum Beispiel am Monatsanfang etwas Geld, eine gewisse Kaufkraft zur Verfügung haben müssen wir uns entscheiden. Sparen wir? Erfüllen wir uns einen Wunsch und leisten uns etwas? Und wenn ja, wäre die Frage WAS? Wir bestimmen unsere Prioritäten, wägen implizit ab, was unser Leben besser macht und kalkulieren, welche der Alternativen unseren Nutzen maximiert. Natürlich durchdenkt man das nie so bewusst und ausführlich wie hier dargelegt, aber im Prinzip ist es immer das gleiche: eine Handlung die wir täglich durchführen <uns Entscheiden im Sinne der Nutzenmaximierung>, was auf Grundannahmen der Ökonomie beruht.   

Wohin wir auch blicken, wir werden immer wieder feststellen, dass wir gefangen sind in diesem Schema zwischen Streben nach Nutzen und den damit verbunden Anreizen (Aussicht auf Wohlbefinden). Und wenn du diese Ansicht jetzt auch teilst, dann bist du ein Ökonom.


Marcel Gessner und Richard Hillmann

Globale und internationale Arbeitsteilung

Lisa Schneider, Aylin Erdogan

Matt Ridley formuliert es in seinem Buch „The rational optimist“ („Wenn Ideen Sex haben – wie Fortschritt entsteht und Wohlstand vermehrt wird“) folgendermaßen aus: „Wohlstand ist nichts anderes als eingesparte Zeit, die wiederum vom Ausmaß der Arbeitsteilung abhängt. Je diversifizierter das Konsumverhalten der Menschen, je spezialisierter ihre Produktionsformen und je intensiver ihr Austausch, desto besser waren, sind und werden ihre Lebensbedingungen sein. Je mehr Menschen an der globalen Arbeitsteilung beteiligt sind, je intensiver die Spezialisierung und der Wissensaustausch, desto größer unser aller Wohlstand“.


Wie oft machen wir uns Gedanken darüber, wenn wir in einem Geschäft einkaufen gehen und wir uns für ein Produkt entscheiden, woher dieses kommt und welche Hände es hergestellt?

Wenn wir Kaufentscheidungen treffen, spielt der Preis eine wesentliche Rolle. Nicht umsonst sind die Billigmodeketten wie Primark oder H&M trotz aktueller Schlagzeilen (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/primark-kunden-finden-eingenaehte-hilferufe-von-arbeitern-a-977557.html) über miserable Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern weiterhin so gut besucht.

Hunderte Konsumenten verlassen täglich die Geschäfte mit kiloweise Kleidung.

Doch wie können die Produkte zu solchen Preisen überhaupt angeboten werden?

Diesbezüglich ist vor allem die internationale Arbeitsteilung relevant.

Hier kommt die Frage auf, wie sich eigentlich die internationale Arbeitsteilung definiert? Internationale Arbeitsteilung beschreibt die weltweite bzw. grenzüberschreitende Aufteilung von Produktionstätigkeiten und Arbeitsprozessen auf bestimmte Länder oder Ländergruppen, also ist ein volkswirtschaftlicher Begriff. Eine weiterführender Begriff wäre die Globalisierung: Globalisierung ist eine politisch-ökonomische Bezeichnung für den fortschreitenden Prozess weltweiter Arbeitsteilung, also Globalisierung der Weltwirtschaft.


Mittels der Zerlegung des Arbeitsprozesses in Teilschritte, wird eine Effizienzsteigerung erreicht, um möglichst hohe Produktivitätsgewinne zu erzielen. Die einzelnen Produktionsschritte werden territorial ausdifferenziert und wandern langfristig immer an den Ort mit den niedrigsten Lohnstückkosten für den Produzenten. Somit kann dieser das jeweilige Produkt günstig auf dem Markt anbieten.

Dieses Phänomen erlebt die Volkswirtschaft vor allem in der Textil-, Bekleidungs- und Automobilindustrie. Könnten die Unternehmer nicht in den Ländern produzieren, in denen das Produktionsverfahren am kostengünstigsten ist, würden die Preise für uns Verbraucher in Deutschland rapide in die Höhe schießen. Ohne die Existenz der internationalen Arbeitsteilung würden Produkte wie die Playstation, Turnschuhe von Adidas oder auch Handys 20 bis 35 % mehr kosten. Grund dafür sind unter anderem die verhältnismäßig hohen Arbeitskosten in Deutschland.

Wenn man selbst einige Ettiketten seiner Kleidungsstücke durchgeht, wird deutlich, dass diese vorwiegend in asiatischen Ländern hergestellt wurden. Laut Statistischem Bundesamt kam ein Drittel der nach Deutschland importierten 1,17 Millionen Tonnen Bekleidung im Jahr 2012 aus China.

An den Produktionsschritten einer Jeans lässt sich der Prozess der globalen Arbeitsteilung verdeutlichen:

Die für die Herstellung der Jeans benötigte Baumwolle hat Ihren Ursprung in Indien. Um versponnen zu werden, wird diese nach China versandt und anschließend in Taiwan mit Indigo eingefärbt. Das Weben des Stoffes erfolgt in Polen. Nach Schnittmustern aus Schweden wird die Jeans auf den Philippinen zusammengenäht und in Griechenland mit dem Bimsstein bearbeitet. Letztlich landet sie in Deutschland, wo sie verkauft wird.
Quelle: http://www.io-home.org/portfolios/m/showAjaxImage?k_BildDB=41752&k_User=98

·         Positiv: Hohe Umsätze, Arbeiter müssen keine hohen Qualifikationen besitzen, sind leicht anlernbar
·         Negativ: Geringe Identifikation mit Produkt, kaum Aufstiegsmöglichkeiten, monotone Arbeit, einseitig belastende Arbeitsprozess

Die Arbeitsteilung ist ein Prozeß, der seinen Anfang schon in der Ansässigkeit der Menschen hat und erfuhr später eine Ausdehnung. Im 18. Jahrhundert beschleunigte sich dieser Prozeß durch die Industrialisierung und dehnte sich immer mehr global aus. Im Laufe der Zeit wurden auch die Transport- und Kommunikationsmöglichkeiten immer mehr verbessert. Erst diese rasante Entwicklung in Transport und Kommunikation macht es möglich, Arbeitsprozesse international zu teilen und auf verschiedenen Kontinenten zu koordinieren.

Der Prozeß der internationalen Arbeitsteilung und der damit zusammenhängender Globalisierung läßt sich nicht aufhalten…Aber die Regulierungsmechanismen des Marktes können verändert werden.

Donnerstag, 20. November 2014

Zeitmanagment und Datenschutz - ein Müssen und Wollen?

Von Franziska Hecht und Fabian Salzwedel

Wir tun Dinge. Wir führen Handlungen aus. Warum?

Nun, einerseits weil wir es wollen. Wir MÖCHTEN jetzt eben einfach zum See joggen und den Hochsommer in den kühlen Fluten abspülen. Wir WOLLEN jetzt einfach wieder die Schlittschuhe aus dem Keller holen und auf dem zugefrorenen See laufen. Offenbar mögen wir diesen See sehr, also gehen wir, einfach weil wir es wollen, dorthin und genießen die Spiegelung des herbstlichen Sonnenuntergangs in den Wellen.

Offenbar ist es uns gegeben, Dinge zu tun, ganz einfach, weil wir selbst gerade jetzt Lust darauf haben. Ob es nun der Besuch bei unserem See des Vertrauens, ein Besuch bei der besten Freundin aus Abizeiten oder der Gang in die Kneipe mit dem Jungs aus der Vorlesung ist: wir selbst bestimmen, ob wir es tun wollen. Die einzige regulierende Kraft hierbei ist das Können. Wer nicht schwimmen kann, kann nunmal nicht im See baden gehen und wer kein Geld hat kann die Kumpels nicht auf ein Bier einladen. Auch schiebt das Gesetz manchen Aktivitäten Riegel vor. Wie oft WOLLTE man nicht schon die doofe Zicke, die im Kino neben einem die ganze Zeit auf ihr Telefon starrt, einfach über den Jordan befördern?

Doch wir können es nicht, weil wir nicht dürfen.

Was bestimmt unser Denken und Handeln, wenn nicht wir selbst? Fremdbestimmung ist geprägt von müssen und sollen, während Selbstbestimmung eher von können und wollen geprägt ist.
Wenn wir etwas müssen, unterliegen wir unter anderem gewissen biologischen (schlafen, essen, et cetera) oder gesellschaftlichen Zwängen. Nehmen wir den Computer als Beispiel. Mittlerweile hat fast jeder einen. Wir können Emails auch am Wochenende versenden, ohne Portokosten zu zahlen, wir können in unserem Lieblingsshop auch noch nach 20:00 Uhr den Einkaufswagen voll packen und die beste Freundin, die in Australien wohnt, kann uns plötzlich per Videochat gegenüber sitzen. Googeln steht mittlerweile schon im Wörterbuch und über Facebook zu kommunizieren gilt als üblich. Das Internet bietet uns so viele Möglichkeiten, doch die Regeln für die Nutzung legen die Anbieter fest. Ich kann zwar selbst darüber entscheiden, ob ich mich bei Facebook anmelden möchte, aber ich kann nicht darüber entscheiden, welche meiner Daten ausgelesen und vielleicht sogar weitergegeben werden. Wie selbstbestimmt suche ich dann bei Google und Ähnlichem noch nach Dingen des alltäglichen Lebens, wenn ich davon ausgehen muss, dass mein Email Postfach demnächst wieder voll ist, mit Nachrichten von Anbietern, die eben diese Dinge günstiger Vertreiben.

Außerhalb des Internet kann ich selbst bestimmen auf welche Fragen ich antworte oder welche Daten ich von mir herraus gebe.
So wird aus der Selbstbestimmung in der realen Welt die Fremdbestimmung in der digitalen Welt.

Mittwoch, 19. November 2014

Strategisches Denken


 

Strategisches Denken und seine Bedeutung für die SchülerInnen 

(N.S. und Yaser Sandouqa)

 

Im vorliegenden Beitrag wird der Begriff strategisches Denken und seine Aufgabe kurz dargestellt und beschrieben, bevor das Thema schulbezogen behandelt wird.

Die Tatsache, dass strategisches Denken bei der Zielsetzung und Planung von Handlungen für Personen und Institutionen sehr wichtig ist, ist unumstritten. Strategisches Denken liegt vor, wenn komplexe Situationen oder Sachverhalte systematisiert, strukturiert und in ihren Auswirkungen auf mögliche langfristige Entwicklungen antizipiert werden (Siehe glossar.htm). In der Wirtschaft dient strategisches Denken dem Ziel, „über die Generierung von Wettbewerbsvorteilen den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern“ (vgl. Manager Wiki).

Für uns als Lehramtsstudierende ist es wichtig, das strategische Denken und seine Bedeutung auf den Schulbereich zu übertragen.

Diesbezüglich stellt sich die Frage, welche Bedeutung strategisches Denken für die Entwicklung und Förderung der SchülerInnen hat und ob man immer strategisch denken und handeln muss, um die aktuellen und antizipativen Lebensanforderungen zu bewältigen? Um diese Frage zu beantworten, sollte man wissen, in welchen Prozessen bzw. Situationen strategisches Denken für eine Schülerin oder einen Schüler hilfreich sein kann?

Strategisches Denken soll die SchülerInnen in die Lage versetzen, sich ein Bild über sich selbst zu machen, ihr Umfeld zu erkennen und deuten zu können. Dies ist die Grundlage für die Orientierung von Entscheidungen und Handlungen, um Anforderungen oder Aufgaben zu bewältigen sowie eigene angestrebte langfristige Ziele zu verfolgen und zu realisieren. In folgenden Bereichen kann strategisches Denken für die Schülerförderung eine wichtige Rolle spielen:

1.      Bei der Analyse von personellen Rahmenbedingungen und situativen Gegebenheiten (aktuell und zukünftig). Die Analyse personeller Rahmenbedingungen umfasst folgende Aspekte:

-          SchülerInnen erkennen ihre Kompetenzen, Stärken, Schwächen etc. (Selbsteinschätzung).

-          SchülerInnen setzen sich realistische, langfristige Ziele und wählen - je nach Können und Möglichkeiten - flexible und effiziente Mittel, um ihre Ziele zu erreichen. 
2. Im Lernprozess:
- Die SchülerInnen lernen bei der Verfolgung eigener Ziele strategisch und schrittweise vorzugehen z. B. vom Einfachen zum Komplexen, vom Bekannten zum Unbekannten, vom Wesentlichen zum Unwesentlichen usw. 
 Zum strategischen Denken gehört, dass die Aufmerksamkeit der SchülerInnen beim Lernen mehr auf die Kompetenzentwicklung und -verbesserung (Aufgabenorientierung) und weniger auf den Kompetenzbeleg bzw. –nachweis (Egoorientierung) gerichtet werden soll. Diese ist u. a. eine wesentliche Grundlage für Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsförderung 
3. Bei wirtschaftlichen Entscheidungen über Güter und Leistungen z.B. Kaufverhalten (Prioritäten setzen etc.)
4.   Im Bereich beruflicher Orientierung: Was will ich arbeiten (Lehrerin), was brauche ich dafür (Kompetenz) und mit welchen Mitteln erreiche ich das (Studium…)? Schüler sollen dabei lernen, nicht nur klare Ziele zu setzen, sondern auch wissen, welchen Sinn das Ziel für das eigene Leben hat (Zufriedenheit, Glück, Karriere usw.) 
5.   Bei der Bewertung von Prozessen und Ergebnissen: Für die SchülerInnen ist es wichtig zu begreifen, dass für Erfolg nicht nur das Ergebnis zählt, sondern auch die gesammelten Erfahrungen eines Prozesses mitentscheidend sind.
Das Schachspiel fördert das strategische Denken und wird in einigen Ländern als Schulfach gelehrt.
Bezüglich der Bedürfnisse und Emotionen kann man sagen, dass SchülerInnen Freiräume für emotionsbezogene Entscheidungen und Handlungen haben sollen. Intuitives und operatives Denken sind genauso wichtig für die Schülerentwicklung – und Förderung wie  strategisches Denken.

Donnerstag, 13. November 2014

Konsumentenverhalten - Selbstbestimmung / Fremdbestimmung

(von F. Ruth und A. Wohlfeil)

Als erstes stellt sich die Frage: Was ist Konsumentenverhalten?  Das ist fast selbsterklärend. Hier geht es um das Verhalten des Endverbrauchers beim Nachfragen von Gütern und Leistungen.
Man denkt, man bestimmt selbst, was und wie viel man kauft , doch Vorsicht, vieles geschieht auch durch Fremdbestimmung. Da wären wir bei der nächsten Definition. Was ist Selbstbestimmung?Das bedeutet, dass wir generell einen freien Willen haben und demzufolge auch eigene Entscheidung treffen können, auf eigene Verantwortung. Doch oft denken wir nur, dass wir alles frei entscheiden, womit wir bei der Fremdbestimmung wären, die so ziemlich das Gegenteil des bisher beschriebenen ist. Jedoch werden wir oft nicht offensichtlich gezwungen, das geschieht mehr im Unterbewusstsein und ist am deutlichsten im Lebensmittelvertrieb zu beobachten. Stellt man sich zum Beispiel vor, man geht einkaufen. Steht an der Fleischtheke und die dort angebotenen Lebensmittel sehen bei der Fleischerei viel ansprechender aus als im Kühlregal. Im ersten Moment kann man sich das nicht erklären, bei genauerem Blick fällt jedoch die gut durchdachte Kombination aus dem richtigen Licht, den richtigen Farben und den richtigen Gerüchen auf. Das Licht lässt das Fleisch schön rot aussehen und damit verbinden wir augenblicklich auch die Frische. Außerdem sind Fleischereien oft in weiß gehalten, damit wir gleich an Reinheit denken, denn das macht uns unser Essen doch gleich viel appetitlicher, als wenn der Laden zum Beispiel rot wäre und wir damit Blut und möglicherweise auch das Leid der Tiere assoziieren. Da ist das weiß schon die angenehmere Farbe. Außerdem wird dafür gesorgt, dass es schön frisch riecht, denn unsere Nase beeinflusst unser Kaufverhalten unglaublich stark. Es ist wohl logisch, dass wir keine stinkenden oder grauen Lebensmittel kaufen, doch wie sehr von den jeweiligen Betrieben nachgeholfen wird, fällt erst auf , wenn man einen genaueren Blick darauf wirft. Manchmal trügt der Schein so sehr, dass wenn man die Lebensmittel bei anderem Licht nochmal genauer betrachtet eine ziemliche Ernüchterung auftritt.
Ein anderer Punkt ist die mobile Werbung, die uns oft vermeintliche Vorteile vorgaukelt, sprich Rabattcoupons oder ähnliches. Es wurde herausgefunden, dass der Kunde gern direkt profitiert, was mit Rabattaktionen etc. leicht erreicht wird. So steigert sich auch der Gewinn der Firmen, denn auch wenn man nicht vorhatte etwas zu kaufen, lässt man sich bei solchen Angeboten nur zu gern verleiten.
Oft muss man also vermeintlich guten Angeboten skeptisch entgegentreten, um die wirklich guten Angebote von der Manipulation von Werbung und speziellen Läden zu unterscheiden und seine Selbstbestimmung nicht komplett zu verlieren.

Dienstag, 4. November 2014

"Wir glauben, dass bei Amazon jeder Tag "Day One" ist." - von S. Haß und C. Klunker

Man könnte glauben, bei der riesigen Produktpalette von Amazon,handle es sich um ein eigenes Universum. Vom einfachen USB-Kabel über Waschmittel bis zur neuen Wohnzimmereinrichtung. Fast alles kann man erwerben, wenn man in diese Welt eintaucht. 
Öffnungszeiten bei dem jedes Geschäft um die Ecke erstarrt. 
24 - 7 - 365. 
Die Idialmaße des Versandriesens.

Aber was steckt hinter der Maschinerie Amazon.de? 

http://www.amazon.de/Inside/b/ref=amb_link_47262765_4?ie=UTF8&node=202991011&pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_s=left-3&pf_rd_r=1NABM7J7J75PXWK3PPHS&pf_rd_t=101&pf_rd_p=207009507&pf_rd_i=202987011  27.10.2014 - 20:00 Uhr

Jobs bei Amazon werden schön umschrieben und locken die Bewerber. 
Vom Langzeitarbeitslosen bis zum Hochschulabsolventen. Jeder hat die große Chance. Und wenn die Hürde genommen wurde, einen Probearbeitstag mit Bravur absolviert zu haben, kommt die nüchterne Erkenntnis. Wie auch bei anderen großen Unternehmen (z.B. H&M, ebay, IKEA), die alle Mitarbeiter mit Vornamen ansprechen, gibt es hinter der Fassade der "DU Arbeitswelt" auch hier Probleme. 
Diese sind erst jetzt wieder in den Medien. Es wird davon gesprochen, Weihnachtsgeschenke jetzt schon zu kaufen. Denn bei dem Versandriesen stehen Streiks der Lageristen an.  
Eine Anpassung der Gehälter soll durchgesetzt werden. Noch immer zahlt Amazon seinen Mitarbeitern in den 9 Logistikzentren untertarifliche Löhne (Tarif: Einzel - und Versandhandel wird angestrebt). Es wird (seitens des Arbeitgebers) argumentiert, dass die betroffenen Mitarbeiter in der Logistikbranche arbeiten und dem Tarif nah entlohnt werden. Seit Dezember 2011 kämpfen die Mitarbeiter in Kooperation mit Ver.di um die Gleichstellung der Arbeitsverträge.

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Amazon hier eine Strategie verfolgt die im Groben so aussehen könnte: 
Geringe Entlohnung jedes einzelnen Logistikmitarbeiters, dadurch sind mehr Einstellungen möglich und schnellere Bewältigung der Bestellungen - durch den WOW-Effekt der schnellen Lieferung bestellt der Kunde das nächste Mal wieder bei dem Versandriesen = höherer Umsatz

Allgemeine Informationen zu Amazon:
  • 1994 startet das Unternehmen um Gründer Jeff Bezos in den USA
  • 1998 startet das Unternehmen in Deutschland mit dem Verkauf von Büchern
  • weltweiter Umsatz im Jahr 2012: 61 Millarden Dollar
  • deutschlandweiter Umsatz im Jahr 2012: 6,8 Millarden 
  • 1/4 des deutschen Versandhandelmarktes gehört Amazon
  • Deutschland ist umsatzstärker als das Vereinte Königreich und Japan

Einen offiziellen Überblick bzw. eine Stellungnahme zu den Arbeitsverhältnissen in den Logistikzentren Deutschland findet ihr hier -> Amazon-Logistikzentren.

Der Blick der Medien auf Amazon:
ARD Mittagsmagazin - Amazon in der Kritik
ARD Dokumentation - Amazon Leiharbeit
ZDF Reportage vom 18.12.2011 - Amazon