Ob es sich beim folgenden Thema um ein "ökonomisches" Thema handelt, könnte fraglich sein, jedoch ist es lokal politisch aktuell und nicht ganz ohne Bedeutung für mich persönlich.
Es geht um die Nachzahlungen für die Abwasseranschlüsse, welche auf alle Anwohner in der Gemeinde Nuthetal zukommen. Diese werden rückwirkend fällig für die so genannten "Altanschließer", deren Grundstücke vor 1990 an das Abwassernetz angeschlossen wurden.
Aber wo kommen diese Forderungen des Abwasserzweckverbandes her? Die Antwort lautet: Die frühere Beitragssatzung war nicht rechtens und die neue Satzung, welche im August durch das Oberverwaltungsgericht bestätigt wurde, sieht eine andere Berechnung der Beiträge vor. So wurden z.B. nach der früheren Satzung die Anschlusskosten auf Grundlage der tatsächlichen Bebauung berechnet, wo gegen die neue Satzung eine Berechnung auf Grund der möglichen Bebauung vorsieht. Somit müssen die Anwohner einen Abwasseranschluss für ein 2-stöckiges Wohnhaus bezahlen, auch wenn sie nur eine einstöckige Gartenlaube gebaut haben.
Natürlich sind die über 3000 betroffenen Anwohner empört und wehren sich gegen die Forderungen, welche, je nach Grundstücksgröße, bis in den 5-stelligen Bereich gehen. Der Abwasserzweckverband hingehen beruft sich auf seine gesetzliche Verpflichtung, die Beiträge zu erheben.
Die Folge daraus sind Musterklagen, sowie diverse Einzelklagen der Betroffenen, welche sich weigern die Nachzahlungen zu tätigen. Somit ist das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.
Man könnte jetzt argumentieren, es handle sich um ein juristisches/politisches Thema, jedoch sind die ökonomischen/finanziellen Folgen für die Betroffenen nicht unerheblich und der Abwasserzweckverband muss sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht nur aus Pflichtbewusstsein, sondern auf Grund von finanziellem Druck gehandelt zu haben.
Quellen:
"Neue Rechnungen für Altanschließer" - Brandenburg Aktuell Beitrag vom 29.11.15
http://www.iwa-ev.de/unser-widerspruch/
http://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Wirtschaftsjuristin-aus-Nuthetal-untersucht-Vorgehen-des-Zweckverbands-Mittelgraben
http://www.pnn.de/pm/739799/
Mittwoch, 16. Dezember 2015
Das älteste Gewerbe der Welt
Das älteste Gewerbe zählt auch dazu - zum
Dienstleistungssektor. Was haben alle Dienstleistungsgewerbsgeschäfte gemein? Sie
stehen in einer großen Abhängigkeit zu einem Auftraggeber und ganz simpel, ihre
eigene Existenz beruht auf dem Vorhandensein einer anderen. Typische
Dienstleistungsbereiche sind das Transportgewerbe (Speditionen & Kuriere),
Hausservice (Reinigung, Hausmeisterdienste), der Gastrobereich (Bar,
Restaurants, Clubs), der Veranstaltungssektor (Künstler, Techniker, Clubs) und
die Tourismusindustrie. Die Arbeitsverhältnisse in diesen Bereichen sind oft
von einer gewissen Unsicherheit gekennzeichnet, man spricht hierbei von „prekären
Arbeitsverhältnissen“ und dem sogenannten „Prekariat“. Diese Unsicherheit bezieht
sich dabei nicht unbedingt nur auf die Höhe der gezahlten Löhne, da diese
teilweise auf dem gleichem Niveau liegen wie bei Normalbeschäftigungen (&
auch über dem sein können). Vielmehr gibt es in prekären Arbeitsverhältnissen
oft Zeitarbeit, befristete Anstellungsverhältnisse, lockereren
Kündigungsschutz, Minijobs und häufig wiederkehrende Arbeitslosigkeit
(Saisonarbeit u.a.). Bestimmte Wirtschaftszweige sind auf freie ungebundene
Arbeiter angewiesen, wie z.B. im Veranstaltungsbereich, wo oft nur während
eines Events Arbeiter benötigt werden, oder der saisonale Tourismusbetrieb.
Personen, die sich in solchen prekären Arbeitsverhältnissen befinden, leiden
oft unter pessimistischen
Zukunftsaussichten, dem Problem keine langfristige Lebensplanung machen zu
können, dem Gefühl des beruflichen Ausgeliefertseins (arbeiten auf Abruf) und
dem daraus resultierenden Gefühl sozialer Einsamkeit (geringe finanzielle
Mittel in Kombination mit wenig Zeit für Freundschaften und Familie sowie
Kultur).

Warum habe ich mich entschieden über prekäre Arbeitsverhältnisse zu schreiben?
Grund ist, dass sich das Prekariat mittlerweile auf fast alle Berufe, Industriezweige und sozialen Bereiche ausgeweitet hat. So wurden in den letzten Jahren zahlreiche Jobs neudeutsch „outgesourced“ und an Personaldienstleistungsunternehmen abgegeben, von einfacher körpelicher Arbeit, bis hinzu anspruchsvolleren Bürotätigkeiten mit höherer Bildungsqualifikation (Studium). Für die Unternehmen bedeutet dies schlicht Kostenersparniss, da Personaldienstleister frei von Tariflohnsystemen sind, Arbeiter auf Abruf können schnell nach Haus geschickt werden, wenn es nichts zu tun gibt, Nachtschichten werden ohne Zuschläge entlohnt, für Leiharbeiter gibt es kein Gratifikationen, Weiterbildungsmaßnahmen und sonstige sozialen Zusatzdienste (im Normalfall, es gibt aber Außnahmen). Für prekär Angestellte Personen bedeutet dies Unsicherheit und die bereits genannten Folgen. Zeitarbeit gibt es mittlerweile auch im Bildungssektor z.B. zählen freie Dozenten, oder befristete Lehrerstellen dazu. Dieses SysteM ist höchst fragwürdig und selbstgerecht von der Geld- bzw. Arbeitgeberseite aus. In (kleinere) finanziell angespannten Unternehmen, ist die Verwendung von Zeit- bzw. Leiharbeit gewiss ein Mittel zu überleben, doch wie ist das bei großen, konsolidierten Unternehmen? Wo besteht denn die Legitimät, wenn Top-Manager ein- bis zweitstellige Millionen Jahresgehälter beziehen (und Abfindungen) und bei wirtschaftlicher Schieflage eines Unternehmens, zeitgleich 2000 Angestellte zum Finanzausgleich entlassen werden, oder das wirtschaftliche stabile Unternehmen immer mehr Bereiche outsourcen. Nur selten wird das Problem der Prekarisierung von der Politik thematisiert, mit dem Mindestlohn wurde schließlich alle Probleme gelöst…
Nach einer Studie innerhalb von 10 EU-Mitgliedsstaaten (u.a. Deutschland) aus dem Jahr 2009 beziehen 40% der Bevölkerung Niedrigeinkommen und 54% leiden unter hohem Zeitdruck (Überstunden u.a.). Dies steht im Gegensatz zum Exportweltmeister Deutschland, mit einem Exportüberschuss von 220 Milliarden Euro (2014), in dem es doch allen gut geht.
Natürlich gibt es viele Länder denen es deutlicher schlechter geht, ich prangere aber die Verhätnissmäßigleit zwischen arm und reich an sowie das Wechselspiel zwischen Wirtschaftswachstum und Sozialabbau. Falls ihr es geschafft habt bis hier zu lesen, vielen Dank. Ich weiß es gibt spannendere oder witzigere Themen sowie welche mit nem höheren Entertainmentfaktor, aber man sollte auch mal über dieses Thema nachdenken.
Vielen Dank.
Warum habe ich mich entschieden über prekäre Arbeitsverhältnisse zu schreiben?
Grund ist, dass sich das Prekariat mittlerweile auf fast alle Berufe, Industriezweige und sozialen Bereiche ausgeweitet hat. So wurden in den letzten Jahren zahlreiche Jobs neudeutsch „outgesourced“ und an Personaldienstleistungsunternehmen abgegeben, von einfacher körpelicher Arbeit, bis hinzu anspruchsvolleren Bürotätigkeiten mit höherer Bildungsqualifikation (Studium). Für die Unternehmen bedeutet dies schlicht Kostenersparniss, da Personaldienstleister frei von Tariflohnsystemen sind, Arbeiter auf Abruf können schnell nach Haus geschickt werden, wenn es nichts zu tun gibt, Nachtschichten werden ohne Zuschläge entlohnt, für Leiharbeiter gibt es kein Gratifikationen, Weiterbildungsmaßnahmen und sonstige sozialen Zusatzdienste (im Normalfall, es gibt aber Außnahmen). Für prekär Angestellte Personen bedeutet dies Unsicherheit und die bereits genannten Folgen. Zeitarbeit gibt es mittlerweile auch im Bildungssektor z.B. zählen freie Dozenten, oder befristete Lehrerstellen dazu. Dieses SysteM ist höchst fragwürdig und selbstgerecht von der Geld- bzw. Arbeitgeberseite aus. In (kleinere) finanziell angespannten Unternehmen, ist die Verwendung von Zeit- bzw. Leiharbeit gewiss ein Mittel zu überleben, doch wie ist das bei großen, konsolidierten Unternehmen? Wo besteht denn die Legitimät, wenn Top-Manager ein- bis zweitstellige Millionen Jahresgehälter beziehen (und Abfindungen) und bei wirtschaftlicher Schieflage eines Unternehmens, zeitgleich 2000 Angestellte zum Finanzausgleich entlassen werden, oder das wirtschaftliche stabile Unternehmen immer mehr Bereiche outsourcen. Nur selten wird das Problem der Prekarisierung von der Politik thematisiert, mit dem Mindestlohn wurde schließlich alle Probleme gelöst…
Nach einer Studie innerhalb von 10 EU-Mitgliedsstaaten (u.a. Deutschland) aus dem Jahr 2009 beziehen 40% der Bevölkerung Niedrigeinkommen und 54% leiden unter hohem Zeitdruck (Überstunden u.a.). Dies steht im Gegensatz zum Exportweltmeister Deutschland, mit einem Exportüberschuss von 220 Milliarden Euro (2014), in dem es doch allen gut geht.
Natürlich gibt es viele Länder denen es deutlicher schlechter geht, ich prangere aber die Verhätnissmäßigleit zwischen arm und reich an sowie das Wechselspiel zwischen Wirtschaftswachstum und Sozialabbau. Falls ihr es geschafft habt bis hier zu lesen, vielen Dank. Ich weiß es gibt spannendere oder witzigere Themen sowie welche mit nem höheren Entertainmentfaktor, aber man sollte auch mal über dieses Thema nachdenken.
Vielen Dank.
Links:
Dienstag, 15. Dezember 2015
Schocko - Weihnachtsmann vs. Osterhase
Interessante Videos:
Links:
Alljährlich sieht
man in den Supermärkten das selbe prozedere. Mitte Oktober werden die ersten Schoko-
Weihnachtsmänner in die Regale gestellt und gegen Mitte/ Ende Februar die
ersten Schoko- Osterhasen. Obwohl die Weihnachts- Osternzeit noch gar nicht so
richtig begonnen hat, kaufen manche Kunden schon die ersten typischen
Leckereien. Genau dies ist das Ziel der Konzerne, Supermärkte usw. möglichst
viel an den Kunden zu verkaufen und Umsatz zu machen. Die typische Zeit wird zur
Nebensache.
Doch wie sieht es
eigentlich bei den nicht verkauften schoko Artikeln aus? Werden diese
eingeschmolzen und in eine neue Form gegossen?
Der Umgang mit
Lebensmitteln ist nicht nur in Deutschland, sondern der gesamten Europäischen
Union streng geregelt. Dadurch soll der Verbraucher geschützt werden.
Inhaltsangaben und das Haltbarkeitsdatum müssen klar erkennbar sein. Würden
verderbliche Produkte wie etwa der Weihnachtsmann
aus den Märkten genommen, eingeschmolzen und anschließend wieder in die
Verkaufsräume gestellt, so wäre diese Transparenz jedoch nicht gegeben.
Schließlich könnte niemand sagen, ob der Weihnachtsmann aus einer Ladung
letztjähriger Schokolade
oder aus einer die schon ein paar Jahre älter ist besteht. Auch der logistische
aufwand wäre zu groß, um extra die Schoko Artikel aus dem Regal zu nehmen
einschmelzen, Lagern und anschließend wieder in die Supermärkte zu liefern.
Doch was verkauft sich mehr? Schoko – Weihnachtsmänner oder
Osterhasen?
2012 wurden 187 Millionen Hasen hergestellt, aber 140
Millionen Nikoläuse und Weihnachtsmänner, wie der Sprecher des Bundesverbandes
der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), Torben Erbrath, auf Anfrage der
Nachrichtenagentur dapd sagte. Er begründete dies damit, dass die Auswahl an
Süßigkeiten im Dezember höher sei. "Zur Weihnachtszeit gibt es viel mehr im
Angebot", sagte er. Neben den Schokomännern würden von den Süßwarenherstellern
auch Kekse und jede Menge anderer Leckereien angeboten, sagte er. Zu Ostern sei
der Schoko-Hase jedoch fast konkurrenzlos, da es sonst nur Eier im Angebot
gebe.
Zusammenfassung
meiner Bloggs
Ökonomisches
Denken und Handeln bedeutet für mich, jedes Bedürfnis so gut wie möglich zu
befriedigen. Für Unternehmen ist es, das Streben nach mehr Umsatz und Konkurrenzlos
zu sein. Für Normalverbraucher das Streben nach mehr Geld, Eigentum, Wohlhaben
usw.
In meinen
zweiten Blogg- Beitrag hab ich über Sponsoring geschrieben. Wie sehr die
kleinen als auch die großen Vereine, Veranstaltungen von den Firmen abhängig
sind, um überhaupt irgendwelche Projekte umzusetzen. Die Firmen spendieren zwar
Geld aber machen durch die Werbung wieder genug Umsatz.
Mein dritter Blogg- Beitrag handelte über Pfandflaschen. Ein
großes Motto mittlerweile auch von mir: „Wer den Cent nicht ehrt ist des Euro nicht wert” oder zu den Centbeträgen
bei Pfandflaschen passt eher mehr: “Kleinvieh macht auch misst.”
Mit meinen letzten Blogg über die Schoko Artikel wollt ich
indirekt das zu zeitige Angebot ansprechen. Meiner Meinung, würde es reichen
wenn wir erst in der Adventszeit typische Weihnachtssüßigkeiten und kurz vor
Ostern typische Ostersüßigkeiten kaufen könnten.
Links:
Das illegale Geschäft mit Organen
![]() |
| www.http://chronischkrank.at/category/dialyse/(13-12-15) |
Weltweit gibt es 2,5 Millionen Dialysepatienten, Tendenz stark steigend. Die Dialyse ist ein Verfahren, bei der das —vergiftete— Blut des chronisch kranken Patienten, mit seiner stark eingeschränkten oder komplett ausgefallen Nierenfunktion (chronische Niereninsuffizienz) mehrmals wöchentlich, über mehrere Stunden gewaschen werden muss. Ohne dieser kontinuierlichen ,,Blutwäsche’’, würde der Patient innerlich vergiften und sterben. Diese Therapie ist dementsprechend eine lebenserhaltende medizinische Maßnahme. Die Nierentransplantation ist hierbei die einzige Möglichkeit, die Dialysebehandlungen zu beenden um ein normales —gesundes— Leben zu gewährleisten.
Vor 50 Jahren war es noch unmöglich Nieren zu verpflanzen, heute ist diese Art der Transplantation schon fast zur Routine geworden. In Deutschland warten z.Z. über 70.000 Patienten auf eine Ersatzniere. Weltweit stehen Patienten auf einer sogenannten ,,Warteliste’’. Diese Liste ist eine systematische ,,Rangordnung’’.Je höher ein Patient steht, umso höher ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Transplantation (Abhängig von: Alter, Geschlecht, Blutgruppe, Begleiterkrankungen, Vorerkrankungen, Wartezeit). Doch bis es soweit ist, kann es mehrere Jahre dauern.
![]() |
| media.media.f6404afc-a2e7-45f8-a2a2-e64342511e30.normalized.jpeg (12-12-15) |
Da der Bedarf an Nieren zur Nierentransplantation viel höher ist als das legale Angebot, weichen einige (genaue Anzahl unbekannt) der Patienten auf den Schwarzmarkt aus. Das Organhandelnetzwerk breitet sich weltweit aus. Leider stammen die Organe von den Mittellosen, Armen und Verbundbaren. Die Käufer hingegen sind reich und wohlhabend und kommen aus westlichen Ländern. Auf dem Schwarzmarkt gibt es Käufer und Verkäufer für nahezu jedes verzichtbares Organ und Gewebe - Hornhaut, Eizelle, Lunge, Herz und Leber. Der größte Verkaufsschlager im Geschäft mit menschlichen Ersatzteilen ist jedoch, mit weitem Abstand, die Niere. Wer nicht warten will oder nicht warten kann, bekommt über das Internet jedes gewünschte Organ. Doch der Service hat seinen Preis. Auf dem Schwarzmarkt kostet das blutige ,,All Inclusive Transplantationspaket’’ (Flug, Dolmetscher, Hotel, Verpflegung Krankenhausaufenthalt, prä/- u. postoperative Maßnahmen, Fachärztliche Betreuung, Operation, Rehabilitationsmaßnahmen und die Niere) zwischen 35.000 und 100.000 USD. Die große preisliche Differenz ist dabei von vielen Faktoren abhängig. Einerseits nach Einkommen und Herkunftsland des Patienten, welcher die Transplantation bekommt. Andererseits das Land in dem die Transplantation durchgeführt wird (Bsp. Kosten von Personal und medizinischen Equipment). Vorreiter Länder sind Indien, Kosovo und die Philippinen, Israel und China dienen lediglich nur noch als Vermittler. Auch der Anschaffungspreis spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Die preisliche Vergütung einer Spenderniere, ist stark abhängig vom Herkunftsland und ebenso vom gesundheitlichen Zustand des Spenders. Ein philippinischer Spender bekommt ungefähr 2500USD pro Niere und Spender in den osteuropäischen Ländern ungefähr 7.000- 12.000USD —je nach Verhandlungsgeschick—.
Personen die ihre Niere Spenden machen dies nicht aus Nächstenliebe sonder aus rein finanziellen Gründen. Der Beweggrund dieser gefährlichen Spende ist für uns —westlich und reichen— Menschen nur schwer nachvollziehbar. Bittere Armut, Hunger und Perspektivlosigkeit mögen nur einige Beweggründe einer Spende sein. Anfechtbar ist auch die Tatsache, ob man als Nierenempfänger, die finanzielle Armut eines anderen Menschen ausnutzen darf, um so sein eigenes Leben zu retten bzw. nach einen Leben ohne Dialyse zustreben. Doch wie würden wir handeln, wenn unser eigenes Leben am seidenen Faden hängt und der letzte Ausweg die illegale Spende wäre? Wie würden wir reagieren, wenn unser eigenes Kind eine Niere braucht und man als Elternteil für eine Lebendspende nicht in Frage kommt?
Erst seit 1997 ist es in Deutschland verboten, sich Organe zukaufen. Die strafrechtlichen Konsequenzen haben die illegalen Transplantationen zwar abgeschwächt, jedoch nicht gänzlich und vor allem nicht weltweit unterbunden. Es ist Fakt, dass illegale Transplantationen ein weltweit florierendes Geschäft sind.
Auf Leben und Tod - Das Geschäft mit menschlichen Organen.
Quellen:
http://www.zeitenschrift.com/artikel/organhandel-kaufe-niere-zahle-bar#.Vmba94SRPBI
Mittwoch, 9. Dezember 2015
Schwarzarbeit - schwarze Zahlen?
Jeder kennt die Diskussion um Schwarzarbeit. Für den Einen ist diese Arbeitsform eine lukrative Geldquelle und für den Anderen eine Tabuzone. Wie auch immer man das interpretieren mag, steht fest, dass Schwarzarbeit illegal ist. Am 1. August 2004 tritt das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung in kraft. Im Jahr 2014 entstand ein Gesamtschaden von rund 800 Millionen Euro, fünf Millionen mehr als im Vorjahr. Der Zoll ist dafür zuständig Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung aufzudecken. Laut der Homepage des Deutschen Zolls, vernichtet Schwarzarbeit dauerhafte Arbeitsplätze, erhöht somit die Arbeitslosigkeit und bringen den Staat um Steuern und die Sozialversicherungen um Beiträge. Genau da möchte ich eine Idee von einem Dozenten (gesehen in einer TV Show) aufgreifen, die ein Gegenargument zur Theorie der Schäden, die durch die Schwarzarbeit entstehen, darstellen. Im Grundegenommen geht es darum:
Max Mustermann bezieht Sozialleistungen und ist offiziell Arbeitslos. Bei seinem Metzger des Vertrauens, hat er um Arbeit gebeten und diese auch bekommen, ohne Papiere und somit ohne Steuern und Sozialversicherungsbeitrag zu zahlen. Er verdient 1000 € Netto und kann dies, aufgrund der Lebenskosten, die zum größten Teil über die Sozialleistungen gedeckt werden, als Taschengeld nutzen. Er gibt somit, sein "schwarz" verdientes Geld aus und leistet somit einen Beitrag in Form von Mehrwertsteuer und Co. Genauso gibt er mehr Geld für Sprit aus und kauft seiner Frau auch mal ein kleines Geschenk.
Die Theorie an dieser Stelle besagt, dass obwohl die Schwarzarbeiter Steuern hinterziehen und dem Staat Geld abknöpfen, sie mehr Möglichkeiten für Ausgaben haben und somit die Wirtschaft ankurbeln. Wer mehr Geld zur Verfügung hat, gibt auch mehr aus. Dieser Theorie ging der Dozenten einer Uni (leider habe ich alle genaueren Infos vergessen und auch nichts dazu im Netz gefunden) nach und hat diese Idee auch stark vertreten. Ich fand diese Herangehensweise interessant und diskussionswürdig.
http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Arbeit/Bekaempfung-der-Schwarzarbeit-und-illegalen-Beschaeftigung/Aufgaben-und-Befugnisse/aufgaben-und-befugnisse_node.html;jsessionid=A5E6007B40EEB4FCBB13690FB1BF827E.live0512
http://www.merkur.de/wirtschaft/schwarzarbeit-2014-knapp-millionen-euro-schaden-zr-4810845.html
Max Mustermann bezieht Sozialleistungen und ist offiziell Arbeitslos. Bei seinem Metzger des Vertrauens, hat er um Arbeit gebeten und diese auch bekommen, ohne Papiere und somit ohne Steuern und Sozialversicherungsbeitrag zu zahlen. Er verdient 1000 € Netto und kann dies, aufgrund der Lebenskosten, die zum größten Teil über die Sozialleistungen gedeckt werden, als Taschengeld nutzen. Er gibt somit, sein "schwarz" verdientes Geld aus und leistet somit einen Beitrag in Form von Mehrwertsteuer und Co. Genauso gibt er mehr Geld für Sprit aus und kauft seiner Frau auch mal ein kleines Geschenk.
Die Theorie an dieser Stelle besagt, dass obwohl die Schwarzarbeiter Steuern hinterziehen und dem Staat Geld abknöpfen, sie mehr Möglichkeiten für Ausgaben haben und somit die Wirtschaft ankurbeln. Wer mehr Geld zur Verfügung hat, gibt auch mehr aus. Dieser Theorie ging der Dozenten einer Uni (leider habe ich alle genaueren Infos vergessen und auch nichts dazu im Netz gefunden) nach und hat diese Idee auch stark vertreten. Ich fand diese Herangehensweise interessant und diskussionswürdig.
http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Arbeit/Bekaempfung-der-Schwarzarbeit-und-illegalen-Beschaeftigung/Aufgaben-und-Befugnisse/aufgaben-und-befugnisse_node.html;jsessionid=A5E6007B40EEB4FCBB13690FB1BF827E.live0512
http://www.merkur.de/wirtschaft/schwarzarbeit-2014-knapp-millionen-euro-schaden-zr-4810845.html
Milliardenbusiness Fußball
Milliardenbusiness Fußball
Die glamouröse Welt des internationelen Fußballs bietet
Narzissten verschiedenster Herkunft eine Spielweise für ihre Eitelkeiten.
Klubbesitzer wie Citys Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, der russische
Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch oder der amerikanische Milliardär Malcom
Glazer bei Manchester United sind jedoch nicht einfach Glückspilze, die ihr
Geld gedankenlos in talentierte Fußballer investieren, sondern versuchen einen
Mehrwert aus ihnen zu schlagen.
Der europäische Fußball ist ein Milliardengeschäft. Die
Einnahmen der fünf großen Ligen(England, Spanien, Deutschland, Italien,
Frankreich) lagen in der Saison 2007/08 bei rund sieben Milliarden Euro. Trotz
der Einnahmen von 320 Millionen Euro (2008) schrieb Manchester United einen
Verlust von rund 52 Millionen Euro. Die Gesamtschulden betrugen nun im Jahr
2008 über 800 Millionen Euro, was dem Verein in diesem Jahr alleine 80
Millionen Euro an Zinsen kostete. Der Grund dafür sind exorbitante
Gehaltssummen von insgesamt 150 Millionen Euro. Forbes führte Manchester United
trotzdem mit einem Buchwert von 1,33 Milliarden Euro. Dieser Wert basiert auf
der Marke ManU und auf der Tatsachen, dass das Stadion in Klubbesitz ist.
Der Sport ist nur noch in zweiter Linie ein Wettkampf; in erster Linie
ist er eine gigantische Unterhaltungsindustrie. Es geht wie im Familienspiel
Monopoly darum, das Spielfend zu besetzen, über Investoren den Wert des eigenen
Klubs zu steigern und ihn mit Gewinn zu verkaufen. Die Spieler sind nur
Spielfiguren, über die das System funktioniert. Das beste Beispiel ist
Cristiano Ronaldo, er kam mit 18 Jahren für 18 Millionen Euro zu Manchester
United, wo er zum Superstar reifte ehe er 2009 für 94 Millionen zu Real Madrid
wechselte. Der Transfergewinn betrug also 76 Millionen Euro binnen 6 Jahren.
Das verdeutlicht aber auch, dass das System eine gigantische Blase ist, die
immer größer wird. Fernseh- und Marketingeinnahmen finanzieren den Betrieb, die
wirkliche finanzielle Attraktivität des Klubs wird aber von einem virtuellen
Wert definiert, der auf emotionalen Kriterien wie Popularität und Ausstrahlung
beruht. Wie die anderen Zweige der Unterhaltungsindustrie produziert auch Sport
keinen Mehrwert in einem volkswirtschaftlichen Sinn. Hier könnte man es
vergleichen mit der amerikanischen Immobilienblase, die 2008 platzte und zur
weltweiten Finanzkrise führte. Die Fußball-Blase wird ein ebenso großer
Disaster verursachen sollte sie platzen. Die Transfersummen von Christiano
Ronaldo und anderen werden ins bodenlose sinken. Denn wo es keinen Käufer gibt,
gibt es keinen Markt. Wer dann noch auf einem europäischenFußballklub sitzt
wird imense Verluste erleiden. Wie an der Börse oder im Monopoly gilt es, den
richtigen Zeitpunkt zum Aussteigen nicht zu verpassen.
Comedians als neue Verbraucherschützer?
Comedians als neue Verbraucherschützer?
Seit langen bietet das deutsche Abendprogramm die neusten
Sendungen zu Steuerverschwendung oder die wahre Wirkungen von
Alltagsmedikamenten? Ist das der neue Weg? Komiker, die sonst sich über alles
und jeden lustig machen, sollen nun uns die aktuellen Probleme in Deutschland
präsentieren... Sicherlich beschäftigt sich Comedy auch mit brisanten politischen
Themen und ist manchmal sehr politikkritisierend, aber Mario Barth als Experte
für Steuerverschwendung oder der Hundeprofi als Experte für Pharmazie? Das
klingt alles ein bisschen makaber oder ist es der richtige Weg über Spaß sich
solchen Problemen zu widmen? Es kann ja durchaus sein, dass die Mehrheit der
Bürger so sich eher mit der aktuellen
Problematik auseinandersetzt. Ich
persönlich sehe dieses Phänomen aus zwei Perspektiven. Auf der einen Seite ist
es lustig mit anzuschauen, wie sich bekannte Gesichter im Fernsehen darüber
aufregen und zu ihrem Problem recherchieren. Ebenfalls ist es gut auch mal die
genauen Zahlen zuhören, welche dort in den Sand gesetzt werden, aber ist es
nicht auch traurig sich nur darüber lustig zumachen? Mich würde mal interessieren
wie sehr solche Sendungen wie „Mario Barth deckt auf“ wirklich die Geschehnisse
verändern? Oft wird ja auch dem BER rumgeritten und immer wieder neue Fehlinvestitionen
zusammen getragen, jedoch hat sich bis jetzt daran was geändert? Nein, die Länder
Berlin und Brandenburg pumpen immer
weiter Millionen von Euro monatlich in diesen Flughafen herein. Alleine die
laufenden Kosten für den fehlgeschlagenen Eröffnungstermin, die die Airlines und andere
Gesellschaften kassieren tragen dazu bei, dass ein Ende von versetzten
Steuergeldern nicht in Sicht ist. Um zum eigentlichen Thema zurück
zukommen....wie können uns dabei unsere Komiker wirklich helfen und etwas
bewegen, denn alleine etwas im deutschen Fernsehen zeigen reicht offensichtlich
nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass man durchaus mit der Präsenz von
bekannten Gesichtern die Bürger zum demonstrieren ermuntern kann. Hierfür muss
jedoch mehr passieren.
Der Denkanstoß ist gemacht, jetzt muss nur noch eine
Reaktion der Nation folgen um ein Ende von Steuerverschwendungen und anderen
Lügen in unserer Gesellschaft zu schaffen. Diese Unsummen von Geld könnte man
sicherlich auch an anderer Stelle gut mit einplanen, um dem Allgemeinwohl zu
besserem zu verhelfen. Also liebe Comedians, haltet euch ran und macht den
nächsten Schritt.....
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