Donnerstag, 5. Januar 2017

Geld regiert die Fußballwelt 2.0

Geld regiert die Fußballwelt


 - Wie milliardenschwere Investitionen den Fußball verändern -



Paul Pogba (Frankreich), Gareth Bale (Wales), Cristiano Ronaldo (Portugal) und Gonzalo Higuain (Argentinien) - Das sind die vier Spieler, die in der Geschichte des Fußballs am meisten gekostet haben. Sie wurden für insgesamt 389,76 Millionen Euro ge- bzw. verkauft. Solch riesige Beträge scheinen nur die Ausnahme zu sein, denn ein großteil der Topstars wird im Bereich von 50 bis 80 Millionen Euro gehandelt. Damit ist die heutige Welt der damaligen weit überlegen. Um ein Beispiel zu nennen: Ruud van Nistelrooy - Der ehemalige Stürmerstar aus den Niederlanden, heute vergleichbar mit den großen Starstürmern des Weltfußballs, wurde damals für eine Ablösesumme von 28 Millionen Euro verkauft (2001). Insgesamt wurden mit Ihm um die 50 Millionen Euro gehandelt. Gonzalo Higuain wechselte dieses Jahr (2016) für 90 Millionen Euro nach Turin, er ist damit mehr als 3 mal so teuer wie van Nistelrooy, und hat mit nur einem Transfer fast doppelt so viel Geld in den Umsatz gebracht wie van Nistelrooy in seiner gesamten Karriere.
Es wird also immer mehr Geld in den Fußball investiert, um möglichst erfolgreich zu sein. Es wird sich eigentlich nur noch am Rande mit dem Ballsport beschäftigt. Es ist einfach eine Tatsache geworden, dass Vereine sich als wirtschaftliche Unternehmen definieren müssen.

Wie kommen die Vereine überhaupt an so viel Geld? Es gibt hier 2 einfache Möglichkeiten: 
Die erste Möglichkeit besteht darin, dass der Verein sich mit eigener Kraft und wenigen finanziellen Ausgangsmitteln hocharbeitet. Er startet in einer tieferen Spielklasse, und erlangt durch sportliche Leistung ein gewisses finanzielles Budget (welches ohne Frage benötigt wird). Es werden also vom Vorstand immer mehr Gelder freigegeben, da man sich durch erfolgreichen Fußball diverse Preisgelder sichern konnte.
Die zweite Möglichkeit ist die, die mich als Traditionalist teilweise sehr traurig macht. Es findet sich meistens ein Investor, der eigentlich etwas ganz normales macht, denn er investiert in ein Unternehmen, um damit in Zukunft möglichst viel Umsatz zu erzielen. Speziell beim Fußball heißt das, dass die für viel Geld gekauften und geförderten Spieler sehr erfolgreich spielen, um die meisten Preisgelder abzusahnen, und somit Geld für den Verein/das Unternehmen zu erspielen. In der Wirtschaft ist das "das tägliche Geschäft", im Fußball auch?
Man darf  nicht denken, dass allein durch große Investoren Geld in einen Fußballverein fließt. Man hat natürlich auch andere Sponsoren, die sich vermarkten wollen. Das ganze Geschäft des Fußballs ist wohl mittlerweile abhängig vom Geld geworden. 
Für Fußballfans wie mich geht es aber beim Fußball nicht um Geld, Geschäft oder Macht. Es geht für mich um Treue, Identifikation und das "WIR" bei der Sache.

Im Deutschen Fußball dreht sich derzeit alles um den "Brauseklub" RB Leipzig. Ein großes Unternehmen, Red Bull, kauft sich in einen kleinen Verein rein, und erobert so ganz nebenbei fast die Herbstmeisterschaft in der Bundesligasaison 2016/17. Das Projekt "RB Leipzig" ist sehr umstritten - immer wieder heizen Debatten das Thema an. In weiten Teilen Deutschland wird Hass gegenüber dem Ostverein bekundet. Die Frage ist doch aber: Steckt hier wirklich nur Geld dahinter? Was viele nicht wissen - RB kauft zwar viele Spieler zu teurem Geld, aber dennoch sind es alles junge Talente. Wie viele von den Spielern würden in der Stadt beim shoppen wohl erkannt werden?
Ich will nur mein eigenen Standpunkt kurz erläutern:
Es ist ohne Zweifel, dass Red Bull (viel) Geld in diesen Verein steckt. Nach der Finanzspritze lieferte RB Leipzig dann aber auch Ergebnisse. 2009 wurde der Verein gegründet, und durch die Übernahme eines anderen Vereins konnten sie gleich in der Oberliga starten (5. Liga). Im Laufe der Jahre wurden immer mehr Spieler durch das viele Geld zum jetzigen 1. Ligisten gezogen. Aber auch die Jugendarbeit und andere Abteilungen wurden enorm verbessert.
Sollten wir im Osten nicht auch froh darüber sein, dass wir 1. Liga-Fußball genießen können? Kein Verein des Osten hätte die Möglichkeit finanziell mit den ganz großen im Deutschen Fußball mitzuhalten. Jetzt haben wir aber wieder eine Mannschaft, die den Bayern, dem BVB und den anderen großen Namen wieder ein wenig Druck machen kann.
Alles in allem bleibt es, auch für mich, umstritten. Ich sehe zwar die Erfolge die der Ost-Fußball wieder feiern kann, und auch die vielen Abteilungen hinter den Kulissen, die durch die Finanzspritze ausgebaut werden konnten, aber ich bin auch immer noch Traditionalist. In der Summe sage ich aber, dass ich es den vielen jungen Spielern von RB, und dem gesamten Osten gönne, oben mitzuspielen.
Mich würde freuen, wenn ihr in den Kommentaren kurz eure Meinung zu RB Leipzig schreibt.



In dem letzem Blog möchte ich mich speziell auf einige Themen einlassen:
1. In welchen europäischen Ländern wird das meiste Geld ausgegeben, und wo finden sich die meisten Investoren an? 
2. Einblick in die Finanzen des deutschen Fußballs - woher kommt das Geld, wo geht es hin?



http://www.liga3-online.de/blamieren-oder-kassieren-geld-im-fusball/
http://www.transfermarkt.de
http://www.zeit.de/2016/20/rb-leipzig-fussball-finanzen-aufbau-ost

Mittwoch, 4. Januar 2017

Mein täglicher Wasserverbrauch


"Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser, denn Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück."
(Thales von Milet, 624 - 546)



In meinem letzten Blog möchte ich mich mit dem Thema „ Mein täglicher Wasserverbrauch“ beschäftigen. Bei meinen Recherchen für diesen Blog war ich erstaunt, über die Mengen die der durchschnittliche Deutsche am Tag verbraucht. Es sind ganze 121 Liter pro Kopf, in dieser Summe ist aber der sogenannte Wasser-Fußabdruck nicht mit eingerechnet. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Wort „ Wasser-Fußabdruck“? Es ist ein Indikator, für das Wasser, welches wir zum Beispiel durch unseren alltäglichen Konsum von Kaffee, Kartoffeln, Fleisch, Milch, Papier, oder Kleidung verbrauchen. In der folgenden Grafik wird Deutschlands gesamter Wasser-Fußabdruck dargestellt und in die verschiedenen Güter bzw. Länder aufgeteilt.





Ich finde es erschreckend, dass über 61,9 % unseres Fußabdrucks importiert werden. Das heißt im Umkehrschluss, dass diese Länder noch mehr Wasser für ihre Wirtschaft benötigen und somit größere Mengen verbrauchen. Zusammenfassend kann ich nach meinen drei Blogs sagen, dass ich mich mit Themen auseinander gesetzt habe, die für uns alltäglich sind und vergessen werden. Hierzu zählten: die Massentierhaltung in Deutschland, unser täglicher Müll und der Wasser-Fußabdruck. Ich habe viele neue Dinge rund um das ökonomische Denken und Handeln dazugelernt und versuche einige Dinge im Alltag umzusetzen.

Fällt euch spontan ein, wie ihr mehr Wasser sparen könnt?

Seit ihr der Meinung Wasserknappheit könnte auch Deutschland erreichen?

Interessante Links: http://www.umweltbundesamt.de/ 

https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/wwf_studie_wasserfussabdruck.pdf


https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36791/umfrage/wasser-fussabdruck-von-lebensmitteln-und-konsumguetern/ 

Abschluss: Einfluss von Werbung


Es wurde bisher geklärt, wie Werbung definiert wird, wozu sie dient und inwieweit sich Kinder mit Werbung kritisch auseinander setzen können. Grob gesehen kann man es wie folgt zusammenfassen: Mithilfe von Werbung werden Produkte zielgerichtet und intendiert an Minderjährige vermarktet, um sich Konsumenten zu sichern, obwohl diese bewiesenermaßen nicht über das nötige kritische Verständnis verfügen um ordentlich mit solchen Manipulationsstrategien umgehen zu können.

Heruntergefallen ist dabei die Antwort auf die schwerwiegende Frage: Und warum ist das nun unbedingt negativ aufzufassen? Nun werden Kinder also dahingehend beeinflusst, sich von ihren Eltern bestimmte Produkte, die sie aus der Werbung kennen, zu wünschen. Dann geben sie ihr Taschengeld nun dafür aus, wenn sie das glücklich macht, warum sollte Manipulation durch Werbung dann etwas schlechtes sein?

Meiner Meinung nach ist Werbung jedoch äußerst vorsichtig, kritisch und ja, auch negativ zu betrachten. Denn Werbung schädigt ein noch höheres Gut der Kinder, als ihr Taschengeld: Ihre Gesundheit.

Untersuchungen ergaben, dass hoher Zugang zu Medien und damit zu Werbung ein nicht zu verachtenden Einflussfaktor auf kindliche Ernährungsweise bzw. Wahrnehmung von Lebensmittelprodukten darstellt. Der Anstieg von Adipositas bei Kindern erscheint dahingehend nicht weiter verwunderlich. Es kommt daher die Forderung auf, Kindermarketing zu verbieten (und die Steuer auf ungesunde Lebensmittel zu erhöhen) und ein entsprechender Vorschlag zur Gesetzesänderung liegt auch bereits vor (siehe Änderung des Lebensmittel-,Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) von Tobias Effertz und Michael Adams).

Nach wie vor bleibe ich jedoch bei meiner Meinung, dass die Durchsetzung einer solchen Maßnahme vorsichtig zu betrachten ist. Denn auch die Autoren selbst reden hierbei von „einen zeit-intensiven Rechtsweg“.

Auch wenn der Blog hier, erst recht nichts bei der jetzigen Kindermarketingverhältnissen ändern wird, so hat mich das Schreiben darüber dazu angeregt, mehr über meine eigene Wahrnehmung und Kaufverhalten bezüglich der angepriesenen Produkte nicht nur zu reflektieren, sondern auch darüber nachdenken lassen, wie man damit am besten Kindern gegenüber umgeht.
 
Quelle:
Dr. Tobias Effertz, Michael Adams: Effektive Prävention von Adipositas durch Kindermarketingverbote und Steuerstrukturänderungen. In: Prävention und Gesundheitsförderung (2015).
 
zusätzliche Informationen:
H. S. Füeßl: Was Kindern schmeckt, bestimmt die Werbung. In: MMW - Fortschritte der Medizin (2007).
Johannes Zeiher, Gianni Varnacci ua.: Was sind die Einflussfaktoren kindlicher Adipositas? Eine Literaturübersicht im Rahmen des Projekts „Bevölkerungsweites Monitoring adipositasrelevanter Einflussfaktoren im Kindesalter“ In: Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz (2016).
 
Anne Schulze: Kinder und Werbung. In: Internetwerbung und Kinder (2013).
 

Gaming hält Senioren länger fit

Gaming für Senioren


Senioren-Gaming: Gut Holz

In Deutschland gibt es rund 1,5 Millionen Menschen die an Alzheimer erkrankt sind und jedes Jahr kommen mehr als 300.000 neu Erkrankte dazu. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft wird es im Jahr 2050 mehr als drei Millionen Alzheimer erkrankte geben, wenn den Forschern kein Durchbruch in der Prävention oder Therapie gelinkt.
Ein weiteres großes Problem ist, das an Demenz erkrankte Menschen viel Pflege und Aufmerksamkeit brauchen, die aber durch Zeitmangel des Pflegepersonals nur selten bzw. fast nie vollständig abgedeckt werden kann.

Hier soll das neu entwickelte Spiel „Memore“ zu Hilfe kommen. Durch die Auswahl der Spiele (Bsp. Kegeln, Motorrad fahren) und der sehr leichten Bedienung sollen die Spiele nicht nur die Beweglichkeit und den Gleichgewichtssinn stärken, sondern auch kognitive Fähigkeiten wie planvolles Handeln und die Lernfähigkeit.

Die Entwickler haben die Technologie der Memore-Box extra so entwickelt, dass das Gerät an jedes handelsübliche TV-Gerät angeschlossen werden kann und dass die Technik besonders leicht zu bedienen ist, da für die Steuerung bereits kleinste Gesten ausreichen.

In ersten Tests gab es überwiegend nur positive Rückmeldungen, denn auch der Spaßfaktor kommt bei den Spielen nicht zu kurz. So soll eine Rückmeldung ergeben haben, dass mit dem Start der MemoreBox Leben ins Pflegeheim kommt, da die Bewohner schnell begeistert dabei sind.

Ich bin gespannt wie sich dieses Spiel weiterentwickelt und ob es wirklich bei der Therapie helfen kann.

Quellen:




weiterführende Links:


Dienstag, 27. Dezember 2016

Fazit zu:"Können wir uns Glück kaufen"

Andrea Richter


Fazit

In meinen letzten Blogeintrag hatte ich das Thema „Ob wir uns Glück kaufen können“.
Das Thema wurde sowohl im Seminar, als auch im Blog und sogar bei meiner Familie und meinen Freunden „heiß“ diskutiert.

Einige sind der Ansicht, dass wir ohne bestimmte Dinge (wie z.B. Nahrung) nicht überleben können. Diese Annahme stimmt auch.
Aber ist es nicht auch so, das wenn wir das Bedürfnis nach Nahrung haben und wir dieses befriedigen, wir auch glücklich sind? Dies wiederum würde die These unterstützen uns  „Glück kaufen zu können“.

Schauen wir uns nun den Aspekt hochwertiger und hochpreisiger Produkte genauer an. Ist es nicht so, dass wir auch glücklicher sind, wenn wir uns diese Sachen kaufen. Aber wir müssen diese nicht besitzen damit es uns gut geht. Unser Glück hängt demnach nicht davon ab.
Diese Einschätzung beruht darauf, dass ich davon ausgehe das wir keine „kleinen Kinder“ mehr sind die alles und jenes besitzen möchten.

Den Aspekt meines letzten Blogeintrags, also das ich der Meinung bin wir können uns Gesundheit, Liebe und Freundschaft nicht kaufen, kann man allerdings zum Teil widerlegen.
Trauriger weise ist es heutzutage schon möglich, dass wir uns Freundschaften und Liebe erkaufen können. Ob es sich dann um echte Liebe oder Freundschaft handelt, sei mal dahingestellt.

Meiner Meinung nach muss jeder selbst wissen, was für ihn am wichtigsten und besten ist. Jeder Mensch ist für sein eigenes Glück selbst verantwortlich und jeder muss für sich selbst entscheiden, wie ökonomisch das für ihn ist.


Mittwoch, 14. Dezember 2016

Einfluss der Werbung - Kinder und deren Wahrnehmung



In meinem letzten Blog beschäftigte mich die Frage, inwieweit Kinder mit angepriesenen Produkten umgehen können.
Obwohl es wohl recht klar auf der Hand liegt, möchte ich nochmal kurz vor Augen führen, warum es überhaupt Kindermarketing gibt bzw. warum es wichtig ist. Aus Sicht eines Unternehmens stellen Kinder aus folgenden Gründen eine wichtige Zielgruppe dar:
1.       Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung der Eltern.
2.       Je früher eine Markenbindung im Alter eines Menschen erfolgt, desto größer ist das Potential, Ihn als langfristigen Kunden zu gewinnen. (Bereits mit 3 Jahren sind Kinder in der Lage mit bestimmten Logos bestimmte Produkte zu assoziieren.)

Das hat jedoch zur Folge, dass Kinder bereits in recht frühem Alter mit Werbung zu gesundheitsschädlichen Produkten oder ungünstiger Ernährungsweisen konfrontiert werden. In den Diskussionen zum Kindermarketing werden zwei Positionen der Vertreter deutlich: Einerseits existieren Befürchtungen bezüglich der Auswirkungen auf die kindliche Psyche, andererseits lernen Kinder mit zunehmenden Alter mit ihrer Rolle als Konsumenten umzugehen, daher sei es unsinnig, sie von den Einflüssen der Umwelt bewahren zu wollen.
Die Ansicht, dass Kinderaufgrund ihrer fehlenden Lebenserfahrungen schlechtere Kaufentscheidungen treffen als Erwachsen und daher einen besonderen Schutz benötigen, ist schließlich nicht grundlos im deutschen Gesetz (UWG) und Schutzvorschriften (JuSCHG) festgehalten. Zum einen kann ein Kind reine Informationsgehalte im frühem Alter noch gar nicht ausreichend kognitiv verarbeiten (erst mit 4 Jahren können sie Werbung von anderen Programmen unterscheiden), auf emotionale Stimulation reagiert es dagegen besser. Emotionen beeinträchtigen jedoch das logische Empfinden von Prioritäten und den darauffolgenden Entscheidungen aus. Zum anderen liegt bei Kindern eine andere Risikowahrnehmung bzw. –Beurteilung vor, da sich diese noch nicht neurologisch noch nicht vollständig ausgeprägt hat.  Viele Risiken, die Werbungen für gesundheitsschädliche Produkte bergen, werden nicht explizit genannt, können von Kindern aufgrund ihres Entwicklungsstandes auch noch nicht selbst erschlossen werden (üblicherweise sind Kinder im Alter von 4 bis sogar 10 Jahren z.B. noch nicht in der Lage, die Verkaufsabsicht, die hinter der Werbung steht, zu erkennen). Anzunehmen, dass Werbung bei Kindern erstmal einen Vernunftstest bestehen müsse, wäre nicht gänzlich falsch, doch kann man angesichts neurologischer Befunde wirklich von „Vernunft“ sprechen? Jedenfalls nicht im gleichen Maße, wie beim Erwachsenen.
Trotz gewonnener wissenschaftlicher Erkenntnissen wird in der Werbung jedoch gezielt auf das Unvermögen, Werbung kritisch betrachten zu können, eingegangen indem z.B. Maskottchen und Comiccharaktere genutzt werden. Kinder werden also bewusst auf ihre kindlichen Fantasien angesprochen und dahingehend manipuliert, bestimmte Produkte bei ihren Eltern zu verlangen, ohne genügend kritischen Bewusstsein. Ob Teicherts Meinung, dass die Anwendung solcher Methoden bei risikobehafteten Produkten nicht mehr lange vor dem Gesetzt bestand haben werden, sich bewahrheiten, bleibt meiner Meinung nach mit Vorsicht zu genießen und abzusehen. Auch seine Annahme, ethnisch Korrektes Verhalten seitens der Unternehmen sei trotz Verzicht auf Verbot von Kindermarketing möglich wage ich zu bezweifeln. Werbemethoden, bei denen weder Emotionen noch Stilmittel, welche die kindliche Wahrnehmung Ausnutzen, angewendet werden, werden sich meiner Meinung nach wohl kaum durchsetzen.

Quelle:
Effertz, Tobias / Teichert, Thorsten: Kindermarketing aus neurologischer Sicht: Empfehlungen für ethisch korrekte Gestaltungen des Marketing-Mix

Weiterführende Quellen:
Landwehr, Marion: Werbefernsehkinder - Kinderwerbefernsehen: Eine Analyse speziell an Kinder gerichtete Werbespots.
Mappes Maryse/ Zerzer, Manfred : Zielgruppe Kinder . Verstehen der kindlichen Wahrnehmungs- und Denkstrukturen.
Srnka, J. Katharina/ Schiefer, Kathrin: Kinder und Jugendliche als Zielgruppe der Werbung: Ihre Charakteristika & Ansatzpunkte für wirksame Gestaltung von Werbebotschaften.



Dienstag, 13. Dezember 2016

Kurzes Abschlussresümee – Ökonomisches Denken und Handeln

Ich schreibe nun meinen letzten Blogeintrag für dieses Seminar und bin fast ein bisschen traurig darüber. Es war für mich eine total neue Erfahrung einen Blog zu schreiben . Während meiner Recherchen bin ich auf viele interessante Themen gestoßen. Besonders ist mir die Komplexität und Vernetzung der wirtschaftlichen Prozesse ins Auge gefallen. Dadurch habe ich erkannt, dass Wirtschaft nicht immer trocken sein muss. Folgend habe ich mir die Frage gestellt, ob man den Schülerinnen und Schülern ebenfalls Blogs zum Thema „Ökonomisches Denken und Handeln“ als Hausaufgabe aufgeben kann und wo dort die didaktische Legitimation liegt. Ich denke durch die Vielzahl an Möglichkeiten der Zugänge der Inhalte der Blogs können die verschiedenen Kompetenzbereiche des Fachs Wirtschaft-Arbeit-Technik fast vollkommen abgedeckt werden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Schülerinnen und Schüler auch etwas motivierter an die Aufgabe herangehen können, da sie im wirtschaftlichen Bereich freie Themenwahl besitzen.

Besonders gefallen haben mir zudem die Blogs der anderen Kommilitonen und deren Beleuchtung der verschiedenen Themen. Ich würde behaupten, dass viele der Themen mein ökonomisches Denken und Handeln beeinflusst und verändert haben. Man lebt bewusster nachhaltig und überlegt, ob man etwas wirklich braucht oder nicht. Vor allem habe ich nun eine konkretere Vorstellung was ökonomisches Denken und Handeln für mich bedeutet und wie ich persönlich in der Zukunft wirtschaftlich handeln möchte.