Mittwoch, 28. Oktober 2015

Macht das Sinn? - Globalisierung auf sprachlicher Ebene.

Macht das Sinn?

Globalisierung auf sprachlicher Ebene.

Könntest du mir bitte das geröstete Weizenbrot reichen? - Wohl eher nicht.

In vielen Bereichen beeinflussen Medien unseren Sprachgebrauch, häufig sogar so stark, dass es uns schwer fällt davon loszulassen. Das Bier kippt um und anstatt nach einem Küchentuch zu fragen, wird ein Kleenex erbeten. In einigen Bereichen stehen Marken wie selbstverständlich für eine ganze Produktreihe oder welcher andere Name fällt euch zu Q-Tip ein?

Der Champagner verspricht Genuss pur. Wobei hier in Frage steht ob es sich wirklich um Champagner handelt, mal abgesehen davon, dass im Deutschen das zu beschreibende Nomen normaler Weise nach dem Adjektiv folgt. Unser Sprachgebrauch hat sich durch Medien wie das Internet, die Werbung und auch die Handynutzung stark verändert. Stellt euch vor, ihr sucht bei einem Onlineauktionshaus wie ebay.de oder hood.de nach einer Schutzhülle für euer Handy. Die einfache Kombination der Suchbegriffe Schutzhülle + Handy führen dort längst nicht mehr alle Angebote zu Tage. 


Zur Verfügung stehen Begriffe wie Bumper, Hülle, Cover und in meinem Fall der Begriff, der die meisten Treffer erzielen konnte "Case". Nach einem großen Oberbegriff zu suchen, scheint hier vergebens. Die Frage die sich mir dabei immer wieder stellt ist „Warum?“. Welcher Nutzen entsteht dabei und vor allem für wen? Das 'macht Sinn' mittlerweile als umgangssprachliche Übersetzung aus 'make sense' für „Sinn ergeben“ im Duden Einzug gefunden hat, finde ich zwar etwas enttäuschend, aber darum soll es hier nicht gehen. 

http://www.markenlexikon.com/texte/wz_retta_markennamen-warengattung_8_19aug2011.pdf

Dienstag, 27. Oktober 2015

Miete oder Imobilienbesitz

Wir erleben es bei uns, wir wollen eine eigene Wohnung, ausziehen aus dem Elternhaus und nach und nach unserer Leben selbstständig aufbauen. Sobald man aber den Schritt wagt auszuziehen, merken wir das es nicht leicht ist eine passende Wohnung für sich zu finden. Das größte Wirtschaftliche Problem ist die Miete. Wohnungen werden nach und nach immer teuer, da stellt sich die Frage wie kann man das bezahlen.
Warum werden die Mieten in den Großstädten teurer? Die Mieten in Deutschland sind im vergangen Jahr um 1.3 Prozent gestiegen.Insgesamt stiegen die Mieten vor allem in den Großstädten. "in attraktives Arbeitsplatzangebot zieht mehr neue Wohnungsnachfrager an, der Wohnungsmarkt wird enger und die Mieten steigen. Dies lasse sich auch in ostdeutschen Städten beobachten - wenn auch auf insgesamt niedrigerem Mietenniveau. So liegen beispielsweise Jena, Erfurt und Rostock knapp beim bundesweiten Durchschnitt, die übrigen ostdeutschen Großstädte aber überwiegend darunter.

Aber welche vorteile bringt das Mieten einer Wohnung? Sie bleiben flexibel bei der Wahl ihres Wohnortes und brauchen sich über die Instandhaltung des Hauses kaum Gedanken zu machen.Man ist persönlich Unabhängig und hat die hohe Flexibilität aus den Mietvertrag zu kommen. Dazu noch geringe Nebenkosten. Die Nachteile sind hingegen, dass die Miete sich steigert und eine geringe Berechenbarkeit der Kosten. Sowie eingeschränkte Gestaltungsfreiheit durch Abhängigkeit vom Vermieter. 
Eine andere Möglichkeit sein Eigenheim zu haben, kann man auch bauen oder kaufen.
81 Prozent der Menschen in Deutschland würden gerne in ihr Eigenheim Leben.
Dank niedriger Zinsen ist der Zeitpunkt derzeit günstig. Ein Baukredit von 100.000 € mit zehnjähriger Laufzeit ist bereits für drei Prozent Zinsen zu haben- ein Grund mehr, sich mit der Frage "Will ich mieten oder kaufen ?" auseinanderzusetzen.
Ob es die bessere Alternative ist zu bauen oder zu kaufen, hängt von den Lebensumständen ab. Im Eigenheim hat man die freie Entscheidung über die Gestaltung und die Entscheidung der Wohnung / Hauses. Man ist für sich selbst abgesichert. Sowie das es Platz und Freiraum für die Familie schafft. Man hat im Alter eine gute Geldanlage. Natürlich gibt es einige Nachteile sich eine Wohnung/ Haus zu kaufen oder zu bauen. Denn die Finanzierungsnebenkosten können von 20 bis 30 Prozent teurer werden. Die Flexibilität neue Wohnorte zu suchen, geht beim kauf oder bauen nicht, man ist halt sehr dann Ortsgebunden. Man hat gegenüber des mietens, eine höhren Nebenkostenverbrauch, alles fällt unter selbstverbrauch und wird nicht wie beim mieten teilweise auf alle Mieter umgeleitet.


Der Cent - fein oder nein?




Wer seinen Blick durch sein Zimmer oder die Wohnung schweifen lässt, wird zu einer ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit eine Sache entdecken: ein Glas oder ähnliches Behältnis, das bis zum Rand mit Centmünzen gefüllt ist. Lässt man den Blick etwas länger auf dem Glas ruhen und denkt nach, stellt man sich einige Fragen. Wie lange war diese Münze, die ich soeben ins Glas geworfen habe um Umlauf? Und warum werfe ich mein Geld überhaupt in dieses große Glas, das eigentlich nicht mehr macht, als Staub zu fangen?



Die Antworten darauf sind eigentlich ganz einfach. Centmünzen sind normalerweise nicht sehr lange auf dem Markt, da alle das selbe machen: Sie in Gläsern sammeln. Und das tun wir nur aus einem Grund: der Cent ist wertlos.


"Doch wer den Cent nicht ehrt, ist den Euro nicht wert!", höre ich eine alte, kauzige Stimme aus den hinteren Reihen rufen. Und dir möchte ich nur eines sagen, Opa: Du hast unrecht. Zumindest in der heutigen Zeit. Dieses Sprichwort, mein bärtiger, zahnloser Freund, mag zu deiner Zeit noch der Wahrheit entsprochen haben. In einer Zeit, wo die Monatsmiete für eine Dreiraumwohnung noch 11 Mark betragen hat. In einer Zeit, wo man tatsächlich noch mit einem Pfennig in ein Geschäft gehen und etwas kaufen konnte. Doch diese Zeiten sind lange vorbei oder haben in der Zeit des Euros noch nie existiert. Der Eurocent war bereits wertlos als er eingeführt wurde und heutzutage hat er nicht nur an wert verloren, sondern kostet uns jedes Jahr einen Haufen Geld.

Durch die Inflation verliert der Cent ständig immer mehr an Wert und die Rohstoffe, aus denen er besteht, steigen jedes Jahr im Preis. Jeder produzierte Cent kostet den Staat mehr als einen Cent für die Produktion. Das das auf Dauer nicht gut gehen kann sollte jedem klar sein. Viel Geld für eine Münze zu verschwenden, die in den Augen der meisten Menschen wertlos ist, ist einfach nicht zu rechtfertigen. Und deshalb, mein lieber, alter Mann aus der hinteren Reihe, muss der Cent nicht geehrt werden, sondern abgeschafft.

"Aber dann wird doch alles teurer, weil die Preise aufgerundet werden. Und die Wohltätigkeitsorganisationen verdienen weniger, wenn man nicht seine paar restlichen Cents in die Spardosen an der Kasse wirft!", bellt mir erneut eine jammernde Stimme entgegen. Leider muss ich auch die Unrecht geben, denn die Preise werden nicht nur aufgerundet, sondern auch abgerundet. Am Ende geben wir also genauso viel Geld aus wie sonst auch. Und die Wohltätigkeitsorganisationen werden durch deinen Cent auch nicht erheblich reicher, den du an der Kasse abgibst. Wenn du dir so eine große Sorge um sie machst, spende doch bitte direkt an die Organisationen, denn davon haben sie viel mehr. Außerdem haben die Spenden in Ländern wie Australien oder den Niederlanden auch nicht abgenommen, nachdem der Cent abgeschafft wurde. Wieso sollte sie es in Deutschland?

Der Cent ist schlecht für uns, das Land und...so ziemlich alle, die damit zu tun haben. Sie müssen gepresst werden, Banken müssen sie transportieren und ihr müsst euch die Mühe machen, sie in bereist überfüllte Gläser zu stopfen. All das kostet Rohstoffe und Zeit. Und Zeit ist bekanntermaßen Geld. Und dieses Sprichwort, lieber Großvater aus der letzten Reihe, ist ein Sprichwort, das von Jahr zu Jahr nicht an wert verliert, sondern gewinnt.

Ich schau mal WERBUNG !




Ich schau mal WERBUNG !

Was bedeutet Ökonomisches Denken und Handeln für mich?

Ökonomisches Denken und Handeln bedeutet für mich, jedes Bedürfnis so gut wie möglich zu befriedigen. Für Unternehmen ist es, das Streben nach mehr Umsatz und Konkurrenzlos zu sein. Für normale Normalverbraucher das Streben nach mehr Geld, Eigentum, Wohlhaben usw.

Doch kaum was anderes wie die alltägliche Werbung beeinflusst die Menschen nach mehr Eigentum.

Die 10 besten deutschen Werbespots 2015
Wie Aldi und Lidl kritische Kunden gewinnen wollen

Was bedeutet eigentlich Werbung?

Werbung ist die Beeinflussung („Meinungsbeeinflussung“ Kroeber-Riel 1988, 29) von verhaltensrelevanten Einstellungen mittels spezifischer Kommunikationsmittel, die über Kommunikationsmedien verbreitet werden. Werbung zählt zu den Instrumenten der Kommunikationspolitik im Marketing-Mix. Durch  die kostenintensive Belegung von Werbeträgermedien ist es das auffälligste und bedeutendste Instrument der Marketingkommunikation.

Egal ob bei einer abendlichen Serie in TV, bei einem Radiosender, einer Fussball Live-Übertragung oder einem Kinofilm. Egal ob vorher, während oder nachher. Überall nehmen wir bewusst oder unbewusst Werbung auf. Sei es die Vorstellung einer schmackhaften Biersorte, neuer Gartengeräte oder Spielekonsolen. Hinter jeder Werbung steckt ein Ziel der Firma. Sie soll die Leute zu annimieren genau dieses Produkt zu kaufen. Sie soll die Bedürfnisse der Zuschauer und Zuhörer erweitern.

Viel zu selten fragt man sich aber, wie viel so eine Werbung eigentlich kostet!
Auch bei den TV Sendern herscht Konkurenzkampf. Ein Werbespot von 20Sekunden kostet vor der “Tagesschau” 41.700EURO bei RTL vor dem Nachrichtenmagazin “RTL Aktuell” kostet er nur 20.000EURO. Seuche Zahlen sind für einen normalen Bürger kaum vorstellbar. Doch wer sich denkt, mehr Geld kann man nicht einnehmen der irrt!
Bei der Fußball WM2014 wurden die Preise so richtig in die höhe getrieben. Ein 30-Sekunden-Spot bei ARD in der Halbzeit kostete bis zu 294.000 Euro, das ZDF buchte die Partie mit deutscher Beteiligung mit 255.000 Euro ein. Für ein Viertelfinal-Spiel wollte das Erste hingegen bis zu 320.400 Euro für einen 30-Sekünder haben.

Doch was sind die Gründe, warum Unternehmen täglich werben müssen?
  • Regelmäßige Werbung verhindert, dass Sie in Vergessenheit geraten. Und das passiert schneller, als man denkt. Bald wird man immer seltener, oder auch gar nicht mehr angefragt, weil man Sie einfach vergisst. Wenn Sie durch Werbung präsent bleiben, haben Sie einen klaren Wettbewerbsvorteil vor Wettbewerbern, die seltener oder gar nicht werben. Wenn Sie nicht werben, wirbt ein anderer.
  • Der Zusammenhang zwischen Bekanntheitsgrad (>Share of Voice) und Marktanteil (>Share of market) ist durch mehrfache Untersuchungen eindeutig belegt. Bekannt zu sein, ist ein klarer Wettbewerbsvorteil. Gerade junge Unternehmen haben hier einen enormen Aufholbedarf. Wer nichts von Ihrer Existenz weiß, wird auch nicht bei Ihnen kaufen (können). Eigentlich logisch ... oder?
  • Werbung gibt Ihnen die Möglichkeit, die Entscheidung Ihres Kunden nachhaltig zu bestätigen. Der positive Eindruck, den ein zufriedener Kunde hat, wird durch regelmäßige Werbung aufrecht erhalten und bestärkt. Sie zeigen Ihrem Kunden, dass er eine gute Wahl getroffen hat und verhindern, dass er es vergisst. Zur Kundenbindung ist Werbung unverzichtbar.
 Doch schaut man sich zu hause bewusst um, stellt man fest, dass man schon vieles besitzt und nur noch wenig benötigt. Trotzdem strebt man ständig irgendwelchen Dingen hinterher. Nach dem Kauf wird einem sofort klar, dass der Kauftrieb durch vielseitige Werbemethoden der Unternehmen über einem gesiegt hat.
Doch kann man heutzutage überhaupt noch Werbungen umgehen?
In der heutigen Zeit ist es sicherlich undenkbar und schwer durchführbar. Doch jeder kann sich selber am besten einschätzen und weiß was er benötigt und was nicht. Denkt mal beim nächsten Einkauf einer Sachware über die Wichtigkeit dieser nach!

Quellen:



Reparieren statt Konsumieren


Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass getragene Socken, welche ein kleines Loch vorne an der Zehenspitze hatten von meiner Uroma in mühevoller Arbeit wieder gestopft wurden. Dieses Phänomen ist heutzutage verschwunden. Wenn man darauf angesprochen wird, kann man nur mit dem Kopf schütteln und sagen: Das lohnt sich doch gar nicht.

Ja, ich gehe ökonomisch mit meiner Ressource Zeit um, denn so ein Paar Socken kostet gerade mal ein bis zwei Euro. Zumal ich das Stopfen erstmal erlernen muss, kommen dann noch der Kauf von Nadel und Faden, die eigentliche Arbeit und beim ersten Versuch ein unbefriedigendes Ergebnis hinzu, dann  wird mein Bauchgefühl nur bekräftigt: Das lohnt sich ja gar nicht.

Aber was ist, wenn das Radio, der Toaster oder die Kaffeemaschine den Geist aufgegeben haben? Was ist, wenn das Fahrrad einen Platten hat? Kaufe ich mir einen neuen Schlauch, oder flicke ich ihn? Wir leben in einer Zeit des Überflusses, in einer Wegwerfgesellschaft. Es ist kaum noch Einer in der Lage kleine Reparaturen an Haushaltsgeräte vorzunehmen. Somit  werden sie neu gekauft, um einerseits ökonomisch zu handeln und andererseits um das eigene Verlangen nach Konsum zu befriedigen. Ganz aus den Augen verlieren wir die wachsenden Müllberge in der Dritten Welt, in die der Westen seinen Elektroschrott verschifft. Das ökonomische Denken und Handeln betrifft nicht nur meine persönlichen Ressourcen, sondern auch die der Umwelt in der wir uns bewegen. Eine Umwelt mit endlichen Ressourcen, bei der uns die Industrie zu bequemen Kunden erzieht und unseren verschwenderischen Umgang mit Dumpingpreisen unterstützt. Ich denke, dass sich jeder schon mal gefragt hat, ob es Zufall war, dass genau nach Ablauf der Garantie das technische Gerät kaputt  gegangen ist. Es wird sogar die Frage nach einem eingebauten Verfallsdatum an die Industrie immer lauter. Wegen dieser Frage wurde von den "Grünen " ein unabhängiges Institut beauftragt, welches den Verdacht teilweise bestätigte. So zählt die Studie folgende Mängel auf: verdächtig schnell rostende Heizstäbe in Waschmaschinen, Schuhsohlen aus minderwertigem, fest verklebtem Gummi, Türgriffe, die nicht mehr ohne Tür lieferbar seien, Reißverschlüsse mit spiralförmig angeordneten und deshalb schnell verschleißenden Zähnen. Aber vorallem liegt die Tücke in der fehlenden Reparierbarkeit der Produkte: Da wird geklebt, verschweißt und versiegelt, damit der Verbraucher bei Verschleiß eines Teils gleich ein neues Gerät kaufen muss. Der Akku in der Elektrozahnbürste, die Komponenten im Laptop-Gehäuse alles eine Einheit, die bei Defekt eines Teils als Ganzes ersetzt werden muss, mindestens aber wird eine Reparatur schwieriger und teurer. Ich würde die Wahrheit aber auch in den Prozessen der Serienproduktion suchen. Denn die Produktion von Blockeinheiten hat den Vorteil, dass die fertigen Geräte in einer Art Baukastensystem beliebig montiert werden können. Um so mehr Verantwortung sehe ich bei uns als Kunden selber.


Wo vor Jahren bei dem Begriff  Secondhand noch die Nase gerümpft wurde, erfreut sich Ebay Kleinanzeigen  immer größerer Beliebtheit. Ich finde diese Art der zu kleinen Klamotten, oder den mittlerweile ungeliebten Spielsachen ein neues Leben einzuhauchen eine super Gelegenheit ressourcenschonender zu leben. Mit einer  weiteren gegenläufigen Bewegung den Repair -Cafes", welche aus der puren Idee des ökonomischen Handels entstand, werde ich mich nächste Woche in meinem Block beschäftigen.

Die Butter im Briefkasten, E- Commerce ein Fluch oder ein Segen?


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Ob Lebensmittel, Kleidung, Flugtickets, Möbel, Bücher, Elektrogeräte oder auch Second Hand Artikel, Online- Shopping mit seiner grenzenlosen Vielfalt wird immer beliebter 
—Tendenz steigend—. Einfach den Computer anschalten, das Internet durchstöbern, Preise vergleichen, den günstigsten Preis via PayPal oder Kreditkarte bezahlen und das gewünschte Produkt wird schnell und bequem nach Hause geliefert - häufig sogar versandkostenfrei. Ein Eldorado für den Konsumenten und ein lukratives Geschäft aus Sicht der Handelsperspektive. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber dem Shopping im Ladengeschäft, besteht im Widerrufsrecht. Produkte die uns nicht gefallen oder nicht passen, können ganz einfach ohne Angaben von Gründen zurückgegeben werden. Dieses Recht gibt es im Laden nur auf Kulanz Basis oder wenn der gekaufte Artikel defekt ist. Auch die ewige Parkplatzsuche vor dem Shopping Center bleibt erspart, sowie das endlose Warten am Ende der Kassenschlange. Keine spitzen Ellenbogen Checks mehr von SSV - WSV Shopping Zombies. Die stylische Sandaletten mit den dazugehörigen weißen Tennissocken werden gegen die neueste Laufsteg- Mode aus Mailand, Paris oder New York getauscht. Internationales Shopping rund um die Welt, 24 Stunden am Tag und an 365 Tagen im Jahr für die ganze Menschheit —mit Internetzugang—. Das Online-Shopping bietet diesbezüglich zahllose, unbestreitbare Vorteile. 
Die bequeme Art des Shoppings bringt jedoch auch einige Nachteile mit sich. Eine Entscheidende Rolle spielt hierbei die Sicherheit bei der Zahlungsabwicklung und der fehlende soziale Aspekt und physischer Kontakt mit dem Produkt. Interessant wird es auch, wenn man sich überlegt wie das zunehmende Ausmaß des Internet Handels in den kommenden Jahren logistisch bewältigt werden soll. Unzählige Pakete werden wie ein Tennisball vom Internet Unternehmen zum Kunden geschmettert. Gerne auch wieder Retour sobald das Produkt dem Wunsch des Kunden entspricht oder eine Nummer zu klein ist. Der unterbezahlte Paketbote freut sich mit Sicherheit über jede einzelne Bestellung und jedem Retourpaket. Ausgereifte logistische Lieferunternehmen mit ihren höchst motivierten Mitarbeitern, können die enorme Anzahl an Lieferungen nur noch bis zu einem bestimmten Maße ausliefern. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Flugdrohnen unser Heim mit Amazon Paketen bombardieren.

Der Trend des Online- Shoppings bringt noch ein weiteres Problem mit sich. Wegen dem Onlineboom bekommen viele Einzelhändler begründete Existenzängste.
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In vielen Kleinstädten gehört es zur bitteren Realität, das Inhaber vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Verhängte Schaufenster und leergefegte Geschäfte sind längst zum Alltag geworden. Ein verhängnisvoller Teufelskreislauf entsteht. Denn ein Ort mit wenigen Geschäften bringt logischer Weise auch wenige Kunden mit sich. Die beliebte Shoppingtour werden dann in Ballungsgebieten bzw. Städten mit ihren riesigen Einkaufspalästen vollzogen — oder man macht´s halt online—.

Es kommt letztendlich auf die Sicht des Betrachters an, ob man die neue Online- Shopping- Welt mit ihrer Folgen verfluchen will oder nicht. Vielleicht ist es auch ein ganz normaler wirtschaftlicher und ökonomischer Prozess der sich gerade vollzieht und in diesem Prozess gibt es eben nicht nur Gewinner, sonder auch Verlierer. Vielleicht könnte das Problem gelöst werden, wenn die Einzelhändler — ganz einfach— in die Welt des Internets eintauchen und ihre Produkte sowohl über das Internet als auch im Laden verkaufen. Ganz so einfach ist es natürlich nicht! Logisch brauch man auch ein gewisses Startkapital, um den Prozess des Umbruchs zu finanzieren. Man brauch auch den nötigen Mut und das gewisse Know How um seine Produkte auch im digitalen, vernetzten Online- Geschäftsmodel zu etablieren. Am Ende sollte sich jeder die Fragen stellen, in welcher Gesellschaft er Leben will und ob jeder Einzelne es für notwenig empfindet, seine Butter aus dem Briefkasten zu holen statt in den nächstgelegenen Supermarkt um die Ecke zu gehen. Ja, wir alle tragen letztendlich die sozialen Folgen. Die Regierung mit ihrer undeutlichen Rechtsgrundlagen und ebenso der Online- Konsument tragen dazu bei, dass Lieferanten und Amazon Mitarbeiter und Mitarbeiterin für sehr anstrengende Arbeit nur einen kleinen Hungerlohn abbekommen und ebenso das der kleine Buchladen auf der Kippe seiner Existenz steht.


Quellen:
http://www.swr.de/swr2/wissen/online-shopping-folgen/-/id=661224/did=12914300/nid=661224/1nv3w9q/ (25-10-15)
http://www.welt.de/wirtschaft/article115215702/So-sehr-fuerchten-Einzelhaendler-die-Online-Shops.html (23-10-15)
Momberger, Christian: Die wachsende Bedeutung des Online-Shopping und die Auswirkungen auf den stationären Einzelhandel. http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2005/2507/pdf/MombergerChristian-2002.pdf(23-10-15)

Anhang:
Für euch noch ein anschaulicher Kurzfilm bzgl. einer Online Lebensmittelbestellung. Hierbei geht es um Online- Supermärkte die das Einkaufen revolutionieren wollen. Doch was passiert eigentlich nach einer Bestellung hinter den Kulissen.


















Montag, 26. Oktober 2015

Frische Erdbeeren im Winter...muss das sein?

Erdbeeren, Mango, Ananas oder Papaya im Winter? Heute kein Problem mehr im Zeitalter der Globalisierung. Aber warum wollen wir im Winter frische Erdbeeren aus Afrika? Erdbeeren, die mehrere Tausend Kilometer geflogen sind; haltbar gemacht durch chemische Behandlung (natürlich nach EU-Norm), um dann mal wieder festzustellen, dass der Geschmack vergleichbar ist mit holländischen Tomaten.
Ich kann euch sagen warum...weil wir es können. Weil wir immer das Bedürfnis nach Gütern haben, die wir eigentlich nicht haben können. Wir sind eine Konsumgesellschaft ohne Gewissen, eine verschwenderische Gesellschaft ohne Blick auf das Wesentliche, jeder einzelne von uns.
Hier herrscht das einfache Prinzip von Angebot und Nachfrage. Der Preis für ein 250g Schälchen Erdbeeren steigt im Winter auf ca. 3,99 € und wir fallen darauf herein, weil uns unser, über Jahre konditioniertes, Unterbewusstsein weis machen will, dass wir genau diese Erdbeeren haben wollen.
Dass die Bauern in diesen Ländern jedoch kaum etwas daran verdienen und wir als Industrieländer, eigennützig handeln ist kaum jemandem bewusst, wenn das Schälchen im Einkaufswagen landet.
Ebenso dass die Transportkosten einen immensen Kosten- und Logistikaufwand bedeuten und dass die CO² Emissionen steigen, wodurch der Klimawandel noch begünstigt wird.

Das ist eins der großen Problematiken der Globalisierung. Uns wird erzählt, dass Globalisierung unsere Wirtschaft ankurbelt und wir dadurch eine stärkere Weltmarktstellung erhalten. Dem will ich auch nicht widersprechen. Was uns jedoch vorenthalten wird und dadurch nicht sehr präsent ist, sind Aspekte wie Arbeitsplatzabbau, bedingt durch die Umlagerung der Produktionsstätten in billigere Länder oder das immer mehr mittelständische Unternehmen durch große Konkurrenzfirmen vom Markt verschwinden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die kleineren Firmen ganz verschwinden. Heute geht es kaum mehr um Qualität, die Hauptsache ist, dass es billig und sofort verfügbar ist. Dank "made in China" kein Problem mehr. Aber ist es das was wir wirklich wollen? Sind wir selbst so blind und wollen die Veränderungen nicht wahrnehmen und hoffen, dass die  Politiker neue Gesetze erlassen zur Sicherung und Stärkung unserer Wirtschaft? Gesetze die von Lobbyisten beeinflusst werden.

Bitte nicht! Macht euch euer tägliches Handeln bewusst; entscheidet für euch selbst, aber verschließt nicht die Augen davor, denn das ist es was die großen Unternehmen wollen. Eine blinde, kaufwütige Gesellschaft, die sich nur von dem ständig wachsenden und nie zu stillenden Bedürfnis nach dem "mehr" leiten lässt.
Und jetzt setze euch vor euren Fernseher (made in China), in eurer Jogginghose (made in China) und genießt den Obstteller mit Früchten aus aller Welt!