Dienstag, 3. November 2015

Homo Oeconomicus



Was ist für mich ökonomisches Denken und Handeln?
Ökonomisches Denken und Handeln ist in meinen Augen für den Menschen das Streben nach dem größt Möglichen. Als Unternehmer will er den maximalen Gewinn, als Kunde die niedrigsten Preise und als Arbeitnehmer den höchsten Lohn. Er vergleicht etliche Handlungsmöglichkeiten, Preise und Produkte und entscheidet sich dann für die Alternative, von der er sich selbst den größten Nutzen verspricht!

Allgemein gesehen ist das Idealbild eines ökonomisch Denkenden und Handelnden Menschen der Homo Oeconomicus. Er verhält sich stets rational und verfolgt als Konsument das Ziel der Nutzenmaximierung und als Produzent die Gewinnmaximierung. Es wird davon ausgegangen, dass der Homo Oeconomicus immer die Handlungsalternative wählt, die in seinen Augen den größten Nutzen bringt. Allerdings ist der Homo Oeconomicus ein rein theoretisches Modell, da der komplette Realitätsbezug fehlt und er somit für die praktische Anwendung nicht tauglich ist. 
Unterstützt wird die Aussage durch das Verhalten der Menschen bei Beispielsweise Werbung, welches man nicht auf rationaler Ebene erklären kann. 
Ein weiterer Gesichtspunkt des Homo Oeconomicus ist in meinen Augen, dass hier ein Model eines asozialen Menschen beschrieben wird. Er ist immer nur auf seinen persönlichen Nutzengewinn aus und sein komplettes Denken und Handeln ist fest zu machen an seiner persönlichen Nutzenmaximierung. Solange es ihm keinen Nutzen bringt, wird der Homo Oeconomicus auch keine sozialen Entscheidungen treffen und nimmt damit das Risiko in Kauf, seinen Mitmenschen schaden zu zufügen, falls es für ihn die Kosteneffektivste Alternative ist.
Das Modell des Homo Oeconomicus stammt von Eduard Spranger 1914, welcher Reichtum mit Macht gleichsetzte und somit die Aussage traf, dass Menschen grundsätzlich mehr haben wollen, als andere. Nach dieser Aussage unterscheidet er menschliche Grundtypen, wie zum Beispiel den sozialen Menschen, den Machtmenschen oder den theoretischen Menschen.
Um noch einmal auf das Verhalten des Homo Oeconomicus zurück zu kommen und meine These zu unterlegen, möchte ich mit dem Zitat von Manfred Spitzer aus seinem Buch „Lernen“ abschließen „Eine Gemeinschaft ist dann stabil, wenn sie so organisiert ist, dass jeder Einzelne das für sich tun will und auch tut, was auch der Gemeinschaft die ihn trägt, dient und erhält. Es ist an der Zeit, dass wir die Regeln unseres Gemeinwesen hinterfragen und gegebenenfalls nachbessern.“.
















Textquellen
-http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/homo-oeconomicus/homo-oeconomicus.htm
-https://de.m.wikipedia.org/wiki/Homo_oeconomicus
-International Economics- Grundlagen des ökonomischen Ansatzes: Das Erklärungsprinzip des Homo Oeconomicus von Stephan Franz
-https://www.sein.de/ganzheitliches-denken-und-handeln-in-oekonomischen-systemen/
-Buch: Manfred Spitzer „Lernen“

Bildquellen
-http://www.ingannati.it/wp-content/uploads/2013/09/mangia-soldi.jpg

Probleme der deutschen Luftfahrtindustrie

Die Aushängeschilder der deutschen Luftfahrt sind die größten deutschen Airlines Lufthansa und Air Berlin. Die Airlines waren für ihre Zuverlässigkeit, Sicherheit und den besonderen Komfort bekannt. Was ist passiert? Seit einigen Jahren stehen die Airlines immer stärker unter Druck. Die Konkurrenz der Billigflieger setzt ihnen, insbesondere bei europaweiten Flügen, zu. Air Berlin muss seit einigen Jahren stark um ihre Existenz kämpfen. Lufthansa ist ebenfalls gezwungen umfassende Einsparungen vorzunehmen. Die Konkurrenz wird außereuropäisch immer stärker. Im neuen Jahrtausend gegründeten Airlines aus dem Nahen Osten drängen immer stärker in den europäischen Markt hinein. Das Ziel dieser Airlines ist meist die Etablierung im Premium Segment. Das Problem von Lufthansa und Air Berlin ist dass man den Preisen der Billigflieger aus Europa auf der einen Seite und den Airlines aus dem Nahen Osten auf der anderen Seite nicht mithalten kann. Warum ist das so? Die Konkurrenz aus dem Nahen Osten wird von den jeweiligen Ländern stark subventioniert und unterstützt. 

Was bedeutet das für den einzelnen Fluggast? Ich konnte die Entwicklung von Air Berlin seit 2006 direkt mitverfolgen. Damals bedeutete ein Flug mit Air Berlin, dass es am Eingang diverse kostenlose Zeitschriften und Zeitungen gab und der Snack nicht zu klein bemesen war. Zuerst waren die Zeitschriften und Zeitungen verschwunden, das belegte Brot wurde immer kleiner und seit diesem Jahr ist das aufzugebende Gepäck nicht mehr im Preis mit inbegriffen. Sicherlich werden jetzt manche sagen für die ganzen Extras hat man sowieso über den Ticketpreis bezahlt. Ich empfand aber die Preise von Air Berlin als verhältnismäßig günstig und glaube deshalb, dass das die Punkte waren die dazu geführt haben, dass Air Berlin nun Anteile an Etihad verkaufen musste. Ich mag die Marke Air Berlin und habe mein Vetrauen in die Airline noch nicht verloren, trotz dem erschrecken mich die Entwicklungen die der Fahrgast bezüglich seines Komforts erfahren muss. Ich weiß nicht ob ich in Zukunft bereit bin mich für Air Berlin zu entscheiden, obwohl der Flugvergleich eine billigere Variante für mich anbietet.

Bis zum Ende des Jahres will Etihad 29 % der Anteile von Air Berlin halten, bei Alitalia sind es 49 %. Es ist traurig zu sehen, dass eine traditionsreiche Airline nicht ohne die Hilfe von der Konkurrenz auf dem Markt bestehen kann. Des weiteren sehe ich die neuste Entwicklung bei der Lufthansa sehr kritisch. Lufthansa folgt dem Trend der Verbilligung. Besonders zu erkennen an der Neustrukturierung des Unternehmens, die zum Ausbau der Billigtochter Eurowings führt. Mich würde es nicht wundern wenn in naher Zukunft auch Lufthansa um Arbeitsplätze und den Flugbetrieb zu sichern Anteile an eine konkurrierende Airline abgeben muss. Nicht fördelich für die wirtschaftliche Lage der Lufthansa ist zudem das gesunkene Vertrauen der Flüggäste, bedingt durch die andauernden Streiks und dem Unfall bei Germanwings. Um nachhaltig den erfolgreichen Fortbestand dieser geschichtsträchtigen Unternehmen zu sichern wird mehr von Nöten sein als nur immer mehr Vertrauen in die Verbilligungsstrategie zu setzen. 


http://www.wallstreet-online.de/nachricht/6434864-lufthansa-chef-franz-verdi-chef-bsirske-warnen-niedergang-deutschen-luftfahrt

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/air-berlin-alitalia-statt-etihad/10837208.html

Nach der Arbeit ist vor der Arbeit




Nach der Arbeit ist vor der Arbeit:
Deutsche Arbeitskultur und ihre Gefahren

Kennt ihr das nicht auch, nach einem langen Tag auf der Arbeit kommt ihr nach Hause und wollt euren Tag in Ruhe ausklingen lassen? Aber was macht ihr stattdessen? Ihr checkt eure E-Mails vom Chef oder von den Kollegen oder macht noch schnell die nächste Quartalsplanung fertig. Andere nehmen sogar ihre komplette Arbeit, die sie nicht geschafft haben mit nach Hause, jedoch wo bleibt dort die „Freizeit“ und die Entspannung mit der Familie? Diese fällt meistens unter den Tisch und sorgt irgendwann für Unmut und Unzufriedenheit.
Alles redet nur noch von Effizienz und ökonomisches Handeln, dabei vergessen viele Menschen, das diese Begriffe zwar wirtschaftlich geprägt sind, jedoch mit der Freizeit wenig zutun haben. Aber warum ist das so, warum machen wir uns alle selber fertig?

Eine Folge dieser Arbeitsweise sind psychische und physische Ausfälle wie z.B. Burnout. Burnout galt lange als „Lehrerkrankheit“ und wurde eher als Simulation war genommen als eine ernstzunehmende Krankheit, doch seit einigen Jahren leiden immer mehr Menschen der verschiedensten Arbeitsgruppen unter dieser Krankheit, aber warum? Sind die Arbeitsbedingungen im Gegensatz zu Früher so hart geworden? Ich denke eher nicht. Gründe für dieses ganze Drama liegen in meinen Augen im gesellschaftlichen Druck. Jeder will besser als der Nachbar sein, mehr verdienen und parallel ein perfektes Familienleben führen. Hier entsteht schon der erste Widerspruch, denn alleine die Bereiche Arbeit und Familie lassen sich häufig nicht gut mit einander verbinden. Die meisten Menschen müssen Kompromisse eingehen und das führt oftmals zu Konflikten innerhalb der Familie. Ebenfalls erleiden immer mehr Arbeitnehmer, durch zu viel Arbeit (zwischen 35 und 45 Jahren) psychische Krankheiten, wie z.B. Burnout. In diesem Altersbereich stellen wir für unser  weiteres Leben die meisten Weichen. Es wird geheiratet, eventuell ein Haus gebaut und die Kinder kommen ins Leben. Viele viele Bausteine, die viel Zeit in Anspruch nehmen, jedoch wo die Zeit her nehmen, wenn man permanent mit der Arbeit beschäftigt ist? Für mich sieht das aus wie ein ewiger Teufelskreis, wenn man nicht von seiner Arbeit Abstand nimmt. Arbeit gehört sicherlich  zu unserem Leben dazu, aber ein gesundes Maß sollte immer unser Bestreben sein.
Ein weiterer Faktor für die Überarbeitung ist die Angst vor dem Arbeitsstellenverlust und den hinzukommenden Existenzverlust. Jeder arbeitet länger und härter um stets mit der Konkurrenz mit zuhalten. Schuld daran ist unser Leistungsprinzip, nach dem wir leben und arbeiten. Primär steht der Gewinn im Vordergrund und nicht die Interessen des Individuums. Dieses wirtschaftliche fokussierte Denken schränkt uns zu sehr ein, dass keiner mehr  sieht, was alles deswegen in Vergessenheit gerät. Und wir reden hier nicht von unwichtigen Funktionen sondern von der Familie, dem Privatleben, Freunde, Hobbies und und und. Selbstverständlich wird man dieses System der Leistung nie durchbrechen können, da wir trotz der negativen Aspekte ihm Vieles zu verdanken haben. Sei es unser Wohlstand in Deutschland und die damit errungenen Freiheiten, aber wir sollten öfters Inne halten und uns fragen, was uns wichtiger ist? Die Karriere oder die Zeit mit unserer Familie und unseren Freunden  für ein bisschen weniger Geld und Prestige?

Ich habe persönlich für mich entschieden mich des Öfteren aus diesem System heraus zulösen und nicht ökonomisch zu handeln und zu denken, sondern einfach mal die Seele baumeln zulassen und nicht zu fragen, wie könnte ich meine Zeit jetzt besser nutzen.




Links zu Bezugsartikel:
http://www.zeit.de/campus/2012/04/Kolumne-100-Tage
http://www.bdp-verband.org/bdp/archiv/gesunde-arbeit/BDP-Broschuere-01-Burnout.pdf
http://www.bisp-datenbanken.de/jsp/ausgabeforschung.jsp;jsessionid=C9F49F51FB6C98A1300BE21D34C60799

Montag, 2. November 2015

Umsatz, Umwelt, Ungleichheit?!



Der Skandal um die geschönten Abgaswerte einiger Volkswagen-Modelle bzw. -Motoren wurde nun vor zwei Monaten bekannt. Um den Flotten-Abgasnormen der USA zu entsprechen, entschied sich VW, im Diesel-PKW feindlichen USA ebensolche Motoren in die Autos einzubauen. Dies hatte wahrscheinlich weniger mit der Verantwortung des Konzerns gegenüber Natur und Umwelt zu tun, als viel mehr damit, staatlichen Gesetzen zu entsprechen, Umsatz und Gewinne zu sichern und natürlich letztere zu maximieren. Nun passiert aber das Unvorstellbare - die amerikanische Umweltbehörde EPA bezichtigt den größten Automobilhersteller der Welt (2014) des Betrugs und reichte Klage ein. Fakt ist, dass VW Software in Motoren installieren ließ, die gezielt falsche Werte angeben. Das ist weder gut für die Umwelt, noch für den Kunden und darüber hinaus eine Schmach für den VW-Konzern. Nur wie konnte es so weit kommen? Lassen sich betriebswirtschaftliche oder firmenpolitische Gründe dafür ausfindig machen? In der Autoindustrie werden reihenweise rechtliche Grauzonen und schwammige Vorgaben genutzt, um Ergebnisse und z.B. Verbrauchswerte zu beschönigen. Auch wenn es provokativ ist und sich schwer 100% beweisen lässt, ist zu vermuten, dass dies alle Hersteller machen. Bei VW kann man in diesem konkreten Fall allerdings einige Fakten festhalten. Der mittlerweile zurückgetretene VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn als Zögling Ferdinand Piechs (Porsche Enkel und VW Aufsichtsratsvorsitzender bis April 2015) pflegte eine streng hierachische und auf ihn zentrierte Unternehmenskultur. Dazu kamen einige Stabsstellen, wie z.B. die Entwicklungsabteilung. Die Vorstände dieser Abteilung - Ulrich Hackenberg, Wolfgang Hatz und Heinz-Jakob Neußer - konnen zwar Vorschläge, Entwürfe oder Zweifel äußern, hatten aber keinerlei Einfluss auf die Entscheidungen des Vorstands, auch durften sie sich in der Öffentlichkeit nicht kritisch äußern. Die strikte Hierachie um Winterkorn, Piech und deren engsten Beraterkreis machten es z.B. unmöglich, Problematiken wie manipulierte Abgaswerte innerhalb des Unternehmens, geschweige denn in der Öffentlichkeit zu äußern. Wer dies doch tat, musste gehen. Vor ein paar Jahren so geschehen in der Entwicklungsabteilung: Die Vorgänger der oben genannten Herren in der Entwicklungsabteilung von VW, äußerten bereits 2007 Zweifel am Motor, da sämtliche Messwerte zeigten, dass ein Standard Kat-Partikelfiltersystem nicht ausreicht, um die Vorgaben zu erreichen. Diese wurden zum Schweigen ermahnt. Darüberhinaus wurde es dem damaligen VW-Markenchef Wolfgang Bernhard (nicht Konzernvorstand), vom zu diesem Zeitpunkt neuem Konzernvorsitzendem Winterkorn und dem Patriarchen Piech nahe gelegt zu gehen, als dieser seinen Unmut zu dem Projekt bekundete. Eine teureres System (welches VW zeitgleich entwickelt hatte) hätte installiert werden müssen. Da es in einem Unternehmen aber immer auch um Umsatz- und Gewinnerhöhung bzw. schlichtweg Wachstum geht, entschied man sich gegen eine aufwändigere und teurere Abgasreinigungsanlage. Eine manipulierte Software war schlicht günstiger und Bernhard ging. Der neue VW-Konzernvorsitzende Matthias Müller bevorzugt eine andere Unternehmensführung, er will den einzelnen Marken des Konzerns und den Abteilungen mehr Mitsprache und Souveränität verleihen, Hierachie abbauen, Unabhängigkeit und dadurch Innovationen fördern. Zu diskutieren ist, ob die Führungsstruktur tatsächlich einen so großen Einfluss auf ein Unternehmen hat, welche verschiedenen Arten zu finden sind und ob es positivere sowie negativere Formen gibt. Matthias Müller war, bevor er VW-Vorsitzender wurde, seit 2010 der Chef der Porsche AG. Porsche verzeichnet seither jedes Jahr steigende Umsätze und Absatzrekorde.

Samstag, 31. Oktober 2015

Korruption - das normalste der Welt?


Wir wussten es eigentlich schon immer: die FIFA ist korrupt. Wo die Offiziellen im Sport in der Vergangenheit nur hinter vorgehaltener Hand eine Aussage tätigten, sprach die öffentliche Meinung ganz konkret von Korruption. Erst als das FBI ermittelte und Stück für Stück hochrangige Fußballfunktionäre überführte und sogar den Präsidenten Sepp Blatter sperrte, äußerten sich eine Reihe von Führungspersönlichkeiten im Deutschen Fußballbund sehr kritisch und forderten eine Reformation der FIFA mit lückenloser Aufklärung. Es scheint aber gerade so als ob sich  diese Herren ein wenig zu weit aus dem Fenster gelehnt haben. Denn der Spiegel veröffentlichte einen Artikel in dem er ebenfalls von Schmiergeldzahlungen berichtet. Aber diesmal war es nicht einfach nur die böse FIFA, sondern die Rede ist von unserem Sommermärchen, der WM 2006 im „Saubermannland“ Deutschland. Der WM die jedem von uns ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat, die WM, bei der sich Deutschland als so guter Gastgeber der Welt offenbart hat soll von Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach eingefädelt und von dem 2009 verstorbenen Adidas Chef Robert Louis-Dreyfus mit einer Finanzspritze in die richtigen Bahnen gelenkt worden sein. Beweise liegen dem Spiegel jedoch noch nicht vor, aber die Behauptung steht im Raum und die Stimmen in diese Richtung werden immer lauter.

Ich möchte mal ganz provokant behaupten: Korruption - na und, das normalste der Welt! Vereinfacht gesagt, nutze ich meine Position und tue dir einen Gefallen, du erwiderst diesen ebenfalls mit einer Gefälligkeit. Sieht nach einer „Win Win – Situation“ aus. Gefälligkeiten bestimmen unser Zusammenleben. Ich helfe dir beim Umzug, du nimmst mich mit deinem Auto mit… Bei der Korruption werden aber charakteristisch Dritte aufgrund der Gefälligkeiten benachteiligt. Es gibt so gesehen zwei Täter und kein klassisches Opfer, was klagen kann. Nichts anderes sehen wir oft in Betrieben. Mit einem Schmunzeln im Gesicht bezeichnen wir es als Vitamin B. Vetternwirtschaft oder Nepotismus finden wir in nahezu allen Betrieben. Schon in der Schulzeit habe ich von Klassenkameraden gehört: „ Papa ist ja bei Firma XY in einer guten Position, der bringt mich schon unter“.  Auch in Großkonzernen ist es mehr als üblich offene Stellen mit Verwandten, oder Bekannten von Unternehmensangehörigen zu besetzen. Strafrechtlich ist diese Form des korrupten Handelns nicht verfolgbar, da die Betroffenen sich immer in der geeigneten Qualifikation der Personen flüchten können.

Wirtschaftsunternehmen handeln rein rational. Es geht darum, Aufträge an Land zu ziehen. Aufgrund dessen wird Vorteilsnahme scheinbar als probates Mittel eingesetzt, welches nicht zuletzt auch Großkonzerne wie zum Beispiel Siemens, VW, oder MAN einen fetten Skandal bescherte. Hierbei handelt es sich aber ausschließlich um die Spitze des Eisbergs. Denn schätzungsweise werden allein in dem so korrekten Deutschland 95 Prozent der Korruptionsfälle niemals aufgedeckt. Wenn man so eine erschreckende Zahl hört, wird einem erstmal die Normalität der Korruption bewusst.

Quellen:


Donnerstag, 29. Oktober 2015


Als Student günstig einkaufen – nur wo?





Wenn ich über ökonomisches denken oder handeln nachdenke, sehe ich zuerst das Maximum- bzw. Minimumprinzip vor mir. Außerdem ist bedeutet das für mich, das zielgerichtete wirtschaften. Dazu gehört unter anderem die Bedürfnisbefriedigung. http://blog.zeit.de/schueler/2010/09/10/okonomisches-handeln/

Seitdem mein Freund allein wohnt, diskutieren wir immer öfters, wo man am günstigsten und trotzdem mit guter Qualität Lebensmittel einkaufen kann. Da gegenüber von mir ein Nah und gut von der Edeka Kette stationiert ist, ist die Verführung groß dort einkaufen zu gehen. Allerdings sind die Preise für die Lebensmittel im Vergleich zu anderen Discounter relativ hoch. Außerdem hat der kleine Laden ein geringes Sortiment. Daher kaufe ich dort nur Lebensmittel ein, die in anderen Lebensmittelläden genauso teurer sind, wie Säfte. Mein Freund hingegen hat bevor seinem Studium nicht ernsthaft die Preise der Lebensmittel verglichen, da er einen Job hatte in dem er gut verdient hatte. Momentan geht es ihm auch mehr um den Preis und da er Koch war, ist ihm die Qualität der Lebensmittel ebenso wichtig. Nach ihm ist Kaufland recht günstig und REWE von der Qualität sehr gut. Meiner Meinung nach ist Lidl auch nicht teuer, aber die Auswahl an Lebensmitteln ist meines Erachtens nicht sehr groß.

Teilweise gehe ich manchmal erst gegen 20 Uhr oder später einkaufen und kann dadurch einige Lebensmittel, wie Obst und Gemüse billiger abgreifen, da sie am Abend fast immer runtergesetzt werden. Jedoch ist die Qualität nicht immer die beste und dadurch nicht sehr kaufenswert.

Ein weiterer bedeutender Punkt beim Einkaufen ist für mich die Größe des Supermarkts. Mir ist es lieber, wenn der Laden überschaulich ist und sich nur auf einer Etage erstreckt. So kann man schneller einkaufen und gelangt nicht in die Verführung mehr einzukaufen als man eigentlich wollte. Aus diesem Grund schreibe ich mir auch fast immer einen Einkaufszettel damit ich nur das einkaufe, was ich wirklich brauche. Des Weiteren versuche ich immer für eine ganze Woche einkaufen zu gehen, denn ich habe gelesen, dass man somit auch sparen kann. Zudem spart dadurch natürlich auch Zeit.

Ich würde mich sehr dafür interessieren, was ihr zu diesem Thema denkt oder welche Erfahrungen ihr gemacht habt.



Jürgens, U. (2012): Discounter versus Supermarkt? Untersuchungen in Schleswig-Holstein Ulrich Jürgens. Springer. http://link.springer.com/article/10.1007/s00548-012-0197-1 (letzter Zugriff: 30.10.15, 10:37)








29.10.2015 Isabell Hußner

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Das Geld liegt auf der Straße, legal und steuerfrei! von John G. , Universität Potsdam

Überall liegt Müll wo man auch hinschaut auf den Straßen, in der U- Bahn oder aber auch an öffentlichen Plätzen. Zwischen dem ganzen Müll hat sich dennoch eine Marktlücke eröffnet, nämlich mit der Einführung des Pfands auf Flaschen. Es ist doch erstaunlich, dass wenn man leere Pfandflaschen zurückgibt oder in einen Automaten, der dafür vorgesehen ist hin eingibt bares Geld dafür bekommt auch wenn es nicht viel ist dennoch in einer Menge viel ausmachen kann.

Es ist quasi ein Zusatzverdienst, den die ärmeren Gesellschaftsschichten nutzen, um im wahrsten Sinne des Wortes sich Brötchen dazu zu verdienen. Mit zwei bis drei Flaschen lässt sich immerhin schon ein Brötchen finanzieren. Es ist eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme geworden für diejenigen, die vor allem auf der Straße leben und keine Möglichkeit mehr sehen, um arbeiten zu gehen.

Wer kennt es nicht wenn man zur Arbeit fährt, zur Schule oder Universität auf dem Weg ist und dann nach Hause fährt, wer entdeckt nicht die ein oder andere leere Flasche, die bares Geld wert ist. Viele sehen die, aber die wenigsten sammeln sie ein, um sie dann nachhaltig zu entsorgen.

Zum Teil ist es phänomenal wie sich einige bei Großveranstaltungen wie die Loveparade oder aber auch bei der Fußballweltmeisterschaft organisieren, um so viele Flaschen wie möglich einzusammeln, damit sie am Abend mit einen Haufen Flaschen nach Hause fahren in ihren Einkaufs-wägen eine Stange Geld heimfahren.

Wie gesagt dieses Geschäft ist lukrativ, legal und steuerfrei denn bis jetzt werden keine Steuern für die Rückgabe von Pfandflaschen erhoben. Für diejenigen, die sich mit diesem Geschäftsmodell ein Euro dazuverdienen möchten sei es gegönnt, sie tun schließlich auch etwas für die Umwelt, für die Nachhaltigkeit und schätzen immerhin den Wert einer leeren Flasche im Sinne ihrer eigenen Gewinn- und Nutzenorientierung.

Also wenn ihr jetzt eine leere Flasche auf der Straße oder irgendwo anders entdecken solltet, denkt an meine Worte: Das Geld liegt auf der Straße, legal und steuerfrei!  ;-)

von John G. , Universität Potsdam